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2014-02-24

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Erzbischof und Imam von Bangui: “Bewaffnete Gläubige haben in Kirchen und Moscheen nichts zu suchen”

Bangui (Fides) – Bewaffnete Gläubige, müssten ihre Waffen ablegen, damit die Milizionäre und Plünderer, die unser Land terrorisieren neutralisiert werden könnten. Dies fordern Dieudonné Nzapalainga und Oumar Kobine Layama, Erzbischof und Imam von Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik in einem gemeinsamen Appell. “Alle unsere Brüder und Schwestern, die Waffen besitzen sollen diese abgeben. Die Soldaten sollten alle Gläubige in Kirchen und Moscheen entwaffnen. Zu viele Menschen, darunter Muslime und Christen, besitzen in Zentralafrika eine Waffe”, so Erzbischof Nzapalainga.
Nach dem Abzug der Seleka-Rebellen, gehen die so genannten Anti-Balaka-Milizen gezielt gegen Muslime vor, die man als Komplizen der Seleka-Rebellen betrachtet.
Die Plünderungen brachten das Land unterdessen an den Rand des Zusammenbruchs. Bei einem Treffen mit Vertretern der Botschaft des Malteserordens erinnerte der Delegierte der Erzdiözese Bangui, Pfarrer Elkana Ndawatchi, an einén Bericht der Weltgesundheitsorganisation vom Mai 2013, aus dem hervorgeht, dass von insgesamt 117 Gesundheitseinrichtungen, die in den Konfliktgebieten besucht wurden, 49 Krankenhäuser zerstört waren, während 80% des medizinischen Personals die internen Regionen des Landes verlassen mussten.
“In Bangui”, so der Geistliche, “funktionieren von insgesamt 24 Gesundheitseinrichtungen nur noch 17, davon handelt es sich in 9 Fällen um katholische Einrichtungen”. Der Vertreter des Malteserordens überreichte der Ortskirche Hilfsmittel im Umfang von 5 Millionen CFA-Francs für katholische Gesundheitseinrichtungen. Weitere medizinische Hilfsmittel sitzen in dessen im Hafen von Douala (Kamerun) fest und können infolge der Unsicherheit der Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Ländern nicht weitertransportiert werden. (L.M.) (Fides 24/2/2014)

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