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2014-02-08

EUROPA - “Tag der Medikamentensammlung”: Zugang zur Versorgung mit Medikamenten muss überall garantiert sein

Rom (Fides) – In rund 90 Ländern in aller Welt stellt das Gesundheitssystem den Menschen im Durchschnitt weniger als die Hälfte der benötigten Medikamente zur Verfügung. Wie die Weltgesundheitsorganisation berichtet, müssen in Entwicklungsländern die Patienten einen Eigenanteil von zwischen 50% und 90% beim Kauf der benötigten Medikamente zahlen, während rund zwei Milliarden Menschen überhaupt keinen Zugang zu notwendigen Arzneimitteln haben. Besonders betroffen sind Kinder. Am heutigen 8. Februar soll der “Tag der Medikamentensammlung” in zahlreichen Ländern Europas Bürger zur Spende von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten auffordern, die in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern und sozialen Einrichtungen und Stiftungen sowie mit Unterstützung kirchlicher Institutionen verteilt werden sollen.
“Das Problem des Zugangs zu den notwendigen pharmakologischen Therapien, das vor allem wirtschaftlich benachteiligte Länder betrifft, existiert auch in anderen Ländern”, so der Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, Erzbischof Zygmunt Zimowski, „Die wirtschaftliche Konjunktur, die auch in vielen der so genannten ‚reichen’ Ländern schleicht ist, hat auch die Gesundheitssysteme der Länder beeinträchtigt und damit den Zugang der Familien zum unverzichtbaren Therapien”.
Der Erzbischof zitiert in diesem Zusammenhang die Enzyklika „Caritas in Veritate” von Papst Benedikt XVI., in der dieser fordert dass “wirtschaftlich weiter entwickelte Staaten…ihr Möglichstes tun, damit ein größerer Anteil ihres Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe bereit gestellt wird”. “Der Tag der Medikamentensammlung 2014”, so Erzbischof Zygmunt Zimowski abschließend, “ist also eine Gelegenheit zum Nachdenken und wenn möglich zum Einsatz im Geist der Gerechtigkeit, der Barmherzigkeit und der Solidarität für einen Gerechten Zugang zur Versorgung mit Medikamenten, überall und für alle Bevölkerungsteile, mit besonderer Berücksichtigung der Schwächsten: der Kinder, der Alten, der Arme und der Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben”. (SL) (Fides 8/2/2014)

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