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2014-02-08

AFRIKA/UGANDA - Nachhaltiger Tourismus soll zur Entwicklung der Gemeinden im Norden des Landes beitragen

Kampala (Fides) – Infolge langjähriger Gefechte zwischen Guerillakämpfern und Armeesoldaten im Norden Ugandas lag der internationale Fremdenverkehr in der Region über zwanzig Jahre lang lahm. Nun, da wieder mehr Stabilität herrscht sollen Besucher aus aller Welt die Entwicklung der nordugandischen Gemeinden fördern, wo vor allem wunderbare Bergregionen noch größtenteils unentdeckt sind. Zunächst sollen Routen erarbeitet und Führer ausgebildet werden, so dass die Natur und die Kultur des Landes als alternative Quelle der wirtschaftlichen Entwicklung genutzt werden können. In diesem Sinne bietet die Stiftung AVSI in Zusammenarbeit mit einem holländischen Reisen an, in deren Rahmen insbesondere drei Gemeinden im Norden des Landes besucht werden sollen, in denen AVSI bereits Kooperationsprojekte verwirklicht. Vor Ort brachten Mitarbeiter bereits ein Fortbildungsprogramm für die Einwohner der Region auf den Weg, in dessen Rahmen sie auf den Umgang mit Touristen und die Diversifikation der eigenen Einnahmequellen vorbereitet werden sollen. In diesem Zusammenhang wird die Stiftung AVSI insbesondere für die Nachhaltigkeit der Projekte garantieren und für eine gerechte Verteilung der Gewinne unter den Einheimischen eintreten. Die Stiftung ist in Uganda bereits in Pader, Gulu, Kampala, Hoima, und Kitgum tätig, wo in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte im Bereich des Gesundheits- und Bildungswesens und humanitäre Hilfsprogramme verwirklicht wurden. Bereits 1984 waren italienische Ärzte im Missionskrankenhaus St. Joseph’s in Kitgum tätig, die eine formelle Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus und den lokalen Institutionen aufbauten, um die Qualität der angebotenen Dienstleistungen zu verbessern und die Tätigkeit von Personal aus dem Ausland zu begünstigen. Die Stiftung setzt sich auch für die psychosoziale Begleitung, landwirtschaftliche Entwicklung, Ernährungsprogramme, die Bekämpfung von HIV/AIDS und die Räumung der Anti-Personen-Minen ein. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt bei der Verbesserung des Schulwesens und der Förderung des Zugangs zur Bildung sowie bei der Vorbeugung gegen HIV/AIDS und der Pflege von Aidspatienten. (AP) (Fides 8/2/2014)

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