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2014-02-06

ASIEN/INDIEN - Bildung trägt zur Überwindung des Aberglaubens bei und garantiert die Achtung des Lebens in allen seinen Formen

New Dehli (Fides) – In vielen Regionen Indiens, insbesondere in den ländlichen Gebieten ist bedingt durch die Armut der Aberglaube weit verbreitet, der oft der einzige Weg zu sein scheint, um die eigenen Lebensbedingungen ertragbar zu machen. Oft handelt es sich dabei um harmlose Überzeugungen, doch es gibt auch solche, die grausame Folgen haben können. Dazu gehört das Menschenopfer, das in einigen Teilen des Landes noch üblich ist. Diese höchste Form des Opfers an eine Gottheit soll, die Götter wohlwollend stimmen, wenn es darum geht eigene Vorteile zu erlangen oder das Böse von der eigenen Familie fernzuhalten. In abgelegenen Dörfern vertrauen sich die Menschen oft Wunderheilern an, die Praktiken anwenden, die sie von den tribalen Bräuchen ableiten. Dies geht zumeist zu Lasten der Schwachen und Unschuldigen: betroffen sind vor allem Kinder weiblichen Geschlechts. Wie die Stiftung “Fratelli Dimenticati onlus” mitteilt, wurde ein vierjähriges Mädchen von den eigenen Eltern einer Gottheit gewidmet, weil diese sich davon mehr Reichtum versprachen; ein siebenjähriges Mädchen wurde von zwei Bauern ermordet, die, die ihre Leber opferten um sich dadurch eine bessere Ernte zu sichern. Leichen von Kindern wurden in der Nähe des Altars eines Wunderheilers aufgefunden. Oft werden in den Dörfern auch Frauen der Hexerei beschuldigt und zum Tode verurteilt. Wie eine indische Nichtregierungsorganisation dokumentiert, werden jedes Jahr 200 Frauen getötet, weil man sie für Hexen hält. Grund dafür ist oft mangelnde Bildung. Nicht zuletzt deshalb vertritt die Stiftung “Fratelli Dimenticati onlus” die Ansicht, dass Bildungsprogramme von grundlegender Bedeutung sind und bringt Initiativen auf den Weg, in deren Rahmen Kinder eine Schulbildung erhalten, damit sie als Erwachsene verantwortlich und respektvoll mit ihren Mitmenschen umgehen. Die Stiftung verwirklicht Projekte in Indien, Nepal, Mexiko, Guatemala und Nicaragua. (AP) (Fides 6/2/2014)

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