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2014-01-24

ASIEN/INDIEN - Mit Blick auf die Wahl rufen Bischöfe zur Bekämpfung von Korruption auf

New Delhi (Fides) – “Indien braucht ehrliche Politiker, die sich ihrem Dienst mit Begeisterung widmen und sich für ein Land einsetzen, das frei von Verbrechen und Diskriminierung ist und wo niemand Hunger leiden muss und das vom Dämon der Korruption befreit wird. Mit dem Herannahen der Wahl sind alle Christen berufen, sich aktiv für soziale Belange und für ein gerechtes und friedliches Indien einzusetzen”, so die indischen Bischöfe in einem Appell, den sie im Vorfeld der für Mai dieses Jahres geplanten Wahl veröffentlichen.
Der Appell, der dem Fidesdienst vorliegt, wurde von Bischof Yvon Ambrosie von Tuticorin und vom P. Charles Irudayam unterzeichnet, die als Vorsitzender und Sekretär für die bischöfliche Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklung verantwortlich sind.
“Jeden Tag sehen sich die Menschen mit der von einer schlechten Regierungsführung und Verwaltung, Betrug, Skandalen und Korruption verursachten Schwierigkeiten konfrontiert. Wie der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden betont, beraubt die Korruption die Menschen eines grundlegenden Gutes, der Legalität, indem sie die Regeln eines korrekten Funktionieren der wirtschaftlichen und politischen Institutionen und der Transparenz missachtet”, so die Bischöfe. “Korruption behindert auch eine angemessene Verteilung der Ressourcen unter den Armen und verleugnet damit zwei weitere Prinzipien der katholischen Soziallehre: die Option für die Armen und die universale Bestimmung der Güter”.
Die Bischöfe fordern alle Bürger auf „sich ihres Rechts und ihre Pflicht bewusst zu werden, ihre Stimme zur Förderung des Gemeinwohls zu nutzen”, indem sie Politiker wählen, “die Integrität und Weisheit unter Beweis stellen und gegen jede Form der Ungerechtigkeit und Tyrannei eintreten, gegen die Willkür einzelner Personen oder ganzer Parteien, gegen Intoleranz” und sich vielmehr „im Zeichen von Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe“ in den Dienst der Mitmenschen stellen”.
Die Kirche in Indien, heißt es in dem Appell, möchte „den Aufbau einer gerechten und friedlichen Gesellschaft“ fördern, die “sich am Evangelium und an der kirchlichen Soziallehre inspiriert”. Aus diesem Grund sollen Bürger “unter den politischen Parteien auf nationaler und regionaler Ebene, unter den neuen und den alten, Vertreter auswählen, die sich bei der Regierungstätigkeit am Schutz der Menschenwürde und der Förderung einer umfassenden Entwicklung inspirieren und sich für Gemeinwohl, Gerechtigkeit und Frieden einsetzen“. „Wir brauchen Volksvertreter, die am Wohl des Volkes interessiert sind, die verantwortungsbewusst und transparent handeln und die Indien zu einer Wiege des Friedens und des Wohlergehens machen wollen”, heißt es in dem Dokument abschließend. (PA) (Fides 24/1/2014)

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