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2014-01-22

ASIEN/PAKISTAN - Christen wünschen sich “Einheit im Alltag”

Lahore (Fides) – “Die Einheit der Christen geht über den Gottesdienste, Veranstaltungen und Erklärungen hinaus: sie muss im Alltag greifbar sein”, so der emeritierte anglikanische Bischof von Peshawar, Manu Romal Shah, vor einer ökumenischen Versammlung, an der rund 200 Schwestern Seminaristen, Novizen und Laien teilnahmen, die anlässlich der Eröffnung der „Woche für die Einheit der Christen“ in der katholischen Kathedrale vom Heiligen Herzen in Lahore zum gemeinsamen Gebet zusammen gekommen waren. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, nehmen pakistanische Christen mit großer Begeisterung an dieser alljährlichen Initiative teil, in deren Rahmen sie sich auch mit dem eigenen Status in der Gesellschaft befassen.
“Unabhängig davon, inwiefern die Religionsfreiheit in Pakistan existiert, ist es wichtig, dass wir unsere Einheit sichtbar machen“. In diesem Zusammenhang erinnerte der emeritierte Bischof von Peshawar auch an den tragischen Anschlag vom 22. September 2013, als zwei Sprengsätze in der “All Saints Church” in Peshawar explodierten. “Christen im ganzen Land haben ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht und die Opfern durch Besuche, Gebete und finanzielle Hilfe unterstützt. Doch es sollte nicht erst zu solchen Ereignissen oder anderen schwierigen Situationen kommen müssen, damit wir unsere Einheit zeigen: sie sollte auch in Zeiten des Friedens und des Wohlergehens stark sein”.
Der katholische Erzbischof von Lahore, Sebastian Francis Shaw OFM, Gastgeber der Veranstaltung sprach von einem “neuen Pfingstfest” durch die Wertschätzung und das Akzeptieren der „Unterschiede“. Erzbischof Shaw betonte in diesem Zusammenhang: “Wenn wir den Herrn als unseren Schöpfer anerkennen, dann ist es leicht uns gegenseitig näher zu kommen, denn wir wissen, dass wir alle seine Geschöpfe sind. Ich wünsche mir, dass wir unsere Beziehungen neu entdecken und stärken, damit wir wirksame Zeugen gegenüber den Gläubigen anderer Religionen sind”. (PA) (Fides 22/1/2013)

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