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2013-12-13

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Christliche und muslimische Religionsvertreter wollen Spirale der interreligiösen Gewalt durchbrechen

Bangui (Fidesdienst) – Die Lage in der Zentralafrikanischen Republik bleibt trotz der Stationierung französischer und afrikanischer Soldaten insbesondere in der Hauptstadt Bangui weiterhin extrem prekär.
Der französische Verteidigungsminister Jean -Yves Le Drian erklärte während eines Besuchs bei den Soldaten der französischen Operation “Sangaris” in der Zentralafrikanischen Republik, das Land stehe am Abgrund der Anarchie.
In Bangui, mit rund 1 Million Einwohner, gibt es 110.000 Vertriebene während es immer wieder zu Aggressionen und Vergeltungsschlägen vor religiösem Hintergrund kommt. Die Seleka-Rebellen, die den ehemaligen Präsidenten François Bozizé im März dieses Jahres stürzten, sind größtenteils Muslime und verübten immer wieder Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, insbesondere auch Christen. Selbstverteidigungsgruppen die sich als “Anti-Balaka” bezeichnen, entstanden vor allem auch christlichen Kämpfern, die wiederum gegen die Seleka, aber auch gegen die muslimische Zivilbevölkerung vorgehen.
Diese Spirale der Gewalt und des Hasses wollen nun christliche und muslimische Religionsführer mit gemeinsamen Initiativen durchbrechen. Am 11. Dezember fand bereits ein erstes Treffen zwischen muslimischen und christlichen Einwohner statt. Am selben Tag wurden im Auftrag christlicher und muslimischer Religionsführer auch Lebensmittehilfen an rund 10.000 Vertriebene in der Hauptstadt verteilt. (L.M.) (Fidesdienst 13/12/2013)

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