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2013-12-06

ASIEN/HEILIGES LAND - US-amerikanische Bischöfe unterstützen Proteste gegen illegale Demolierung: Kircheneigentum muss respektiert werden

Jerusalem (Fidesdienst) – Die US-amerikanischen Bischöfe unterstützen Proteste gegen die Demolierung eines Gebäudes, das sich im Besitz des Lateinischen Patriarchats Jerusalem befand: am 28. Oktober hatten Mitarbeiter der Stadtverwaltung Jerusalem mit Unterstützung israelischer Sicherheitskräfte den Abriss vorgenommen. In diesem Sinn äußerte sich in einem Schreiben vom 26. November der Bischof von Des Moines, der die Internationale Kommission für Frieden und Gerechtigkeit der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) leitet, an den israelischen Botschaft in den USA Ron Dermer, der vor kurzem sein Amt antrat.
In seinem Schreiben, das vom Lateinischen Patriarchat veröffentlicht wurde, fordert Bischof Pates den Diplomaten auf “die heftigen Einwände” im Hinblick auf den Abriss eines Hauses in dem 14 Menschen Wohnen, die “nun in Zelten untergebracht sind“ an die israelische Regierung weiter zu leiten.
Anfang November hatte der lateinische Patriarch Erzbischof Fouad Twal den Ort der Demolierung besucht (vgl. Fides 6/11/2013) und den Abriss damals als „Verstoß gegen das internationale Recht“ bezeichnet. Ein solches Vorgehen “führt zu Hass und untergrabe die Zukunft des Landes“ so der Patriarch. Auf diese Proteste bezieht sich auch Bischof Pates in seinem Schreiben: “Solche Aktionen verstoßen gegen die Menschenrechte und gefährden die Bemühungen um eine Lösung des Konflikts zwischen Israel und Palästina“ heißt es in dem Schreiben. Bischof Pates wird im Kommenden Jahr “eine Wallfahrt in das Heilige Land leiten, bei dem wir mit jüdischen und muslimischen Religionsvertretern für den Frieden beten wollen. Doch solche Bemühungen um Frieden, werden beeinträchtigt, wenn es auch in Zukunft zu Aktionen dieser Art kommt”. Abschließend bittet der Bischof den israelischen Botschafter, die eigene Regierung dazu aufzufordern, dass “Eigentumsrechte der Kirche respektiert werden”. (GV) (Fidesdienst 6/12/2013).

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