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2013-11-23

ASIEN/SYRIEN - Patriarch Gregorios III. zur Gründung der Islamischen Front: “Sie kämpfen nicht für Demokratie”

Damaskus (Agenzia Fides) – Insgesamt sieben islamistische oppositionelle Gruppen gaben am gestrigen 22. November in einer offiziellen Verlautbarung die Bildung einer gemeinsamen Islamischen Front bekannt, deren Ziel die Gründung eines islamischen Staates in Syrien ist.
Der Zusammenschluss findet in einer Phase statt, in der die Regierungsarmee unter Präsident Assad insbesondere bei den Gefechten in der Umgebung von Damaskus und Aleppo die Oberhand hat. In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Vorfälle auf eine Spaltung und auf Uneinigkeit in den Reihen der gegen das Regime kämpfenden islamistischen Gruppen hingewiesen. “Die Islamische Front”, heißt es in der Verlautbarung, “ist eine unabhängige soziale und militärische Kraft, deren Ziel es ist, das Regime unter Präsident Bashar Assad zu stürzen und es durch einen gerechten islamischen Staat zu ersetzen... Alle Kämpfer, Medien und humanitäre Organisationen der einzelnen Gruppen werden sich im Verlauf einer dreimonatigen Übergangszeit zusammenschließen”.
Bei den Gruppen, die sich dem Zusammenschluss anschließen handelt es sich unter anderem um die Liwa al-Tawid-Brigaden (Sympathisanten der Muslimbrüder) und Ahrar al-Sham (Salafisten). Das neue “Kartell” entsteht als Gegenpol der Dschihadisten des Islamischen Staates im Irak und in Syrien (ISIL), die in jüngster Zeit im syrischen Konflikt die Opposition in den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten angeführt hatte.
“Diese Gruppen” so der griechisch-melkitische Patriarch von Antiochien, Gregorios III. Laham zum Fidesdienst “verfolgen dieselbe Logik auch wenn sie untere einander gespaltet und zerstritten sind. Diese Logik hat nichts mit Demokratie und Freiheit zu tun. Die ausländischen Kräfte sollten diese nicht länger unterstützen und mit Waffen versorgen, wenn sie wirkliche wollen, dass die Verhandlungen im Rahmen von Genf2 zu positiven Ergebnissen für die Zukunft des syrischen Volkes führen.” (GV) (Fidesdienst 23/11/2013).

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