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2013-11-18

ASIEN/LIBANON - Präsident Sleiman: Christen sollten nicht der Theorie eines “Bündnisses der Minderheiten” folgen

Bkerké (Fidesdienst) – Die Christen im Libanon und in anderen Länden des Nahen Ostens, die um die eigene Zukunft besorgt sind, sollten trügerischen Theorien, wie zum Beispiel der eines „Bündnisses der Minderheiten“ keinen Glauben schenken und sich vielmehr an den Richtlinien der Apostolischen Schreiben ihrer Päpste Johannes Paul II. (1997) und Benedikt XVI. (2013) orientieren. Die betonte der libanesische Präsident Michel Sleiman im Rahmen einer vom maronitischen Patriarchat am 15. November in Bkerké veranstalteten Feier zur Präsentation einer Veröffentlichung zum Besuch von Papst Benedikt XVI. im Libanon (13.-15. September 2012). “Als Christen”, so Präsident Sleiman wörtlich, “sollten wir uns an die Apostolischen Schreiben halten und nicht nach anderen Wegen, Mechanismen oder Projekten suchen”. “Dies”, so Sleiman weiter “bedeutet, dass wir die ‘Verwurzelung’ der libanesischen Christen in der arabischen Welt, in der sie leben, erhalten.
Dabei erinnerte er an Perspektiven und Kriteiren für eine Integration in den arabischen Kontext, das Engagement für menschliche Werte und die Erweiterung der Räume einer reellen Demokratie, die Öffnung gegenüber den Mitmenschen, den Machtwechsel durch freie Wahlen. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, betonte Sleiman auch vier Dinge, die Christen, die im Nahen Osten bleiben wollen strikt ablehnen sollten: Selbstbezogenheit und Isolation, Anpassung, Schutz durch das Ausland oder autarke Regime und die Theorie des „Bündnisses der Minderheiten“.
An der Feier nahmen auch der Apostolische Nuntius im Libanon, Erzbischof Gabriele Caccia und der maronitische Patriarch Boutros Bechara Rai teil. Patriarch Rai würdigte in seiner Ansprache die “prophetischen Impulse” des Besuchs von Papst Benedetto XVI. im Vatikan, der “der wollte, dass der Besuch im Libanon seine letzte Päpstliche Reise sein sollte”. Papst Benedikt XVI. – so das Oberhaupt der maronitischen Kirche weiter - habe sehr wohl erkannt, dass das libanesische Gleichgewicht als Modell “sehr delikat ist und von materieller oder sektiererischer Einflussnahme aus dem Ausland auf die tief verwurzelten charakteristischen Eigenschaften des Libanon beeinträchtigt werden kann”. (GV) (Fidesdienst 18/11/2013).

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