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2013-11-04

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Ein Missionar berichtet: 6.000 Vertriebene in der Kathedrale von Bouar untergebracht

Bangui (Fidesdienst)- “Die Unruhen beschränkten sich auf die Umgebung des Flughafens”, so der aus Italien stammende Missionar P. Aurelio Gazzera, zum Fidesdienst. Der Missionar hatte am 30. und 31. Oktober Bouar im Nordwesten der Zentralafrikanischen Republik besucht, wo am Sonntag den 27. Oktober ehemalige Rebellen des Seleka-Bündisses von den so genannten “Antibalaka”-Selbstverteidigungstruppen angegriffen wurden (vgl. Fides 31/10/2013).
“Es geht hier nicht um Politik”, so der Missionar, “sondern es handelt sich um die Reaktion verzweifelter Menschen, deren Häuser in Brand gesteckt, deren Angehörige ermordet und deren Besitz gestohlen wurde und die sich nicht mehr frei fortbewegen können”.
Vor den Gefechten suchten die Einheimischen Zuflucht in verschiedenen Pfarreien. Fatima, San Lorenzo (1400 Personen) und in der Kathedrale (über 6.000 Personen).
Die afrikanischen Friedenseinheiten (FOMAC-MISCA) konnten verhindern, dass es zu Vergeltungschlägen der Seleka gegen Zivilisten kam.
P. Aurelio, der auch die Caritaszentrale in Bouar leitet, nahm an einem Treffen der einheimischen Behörden mit den Befehlshabern der FOMAC teil, bei der der Pfarrer der Kathedrale um Hilfsmittel angesichts der für die in seiner Kathedrale entstandene Situation bat.
“Es war beeindruckend, zu sehen, wie diese Menschen die Ruhe bewahren und trotzdem aktiv werden”, so der Missionar nach einem Besuch in der Kathedrale, “Doch es bleibt die Sorge im Hinblick auf die Rückkehr, die nicht ganz ungefährlich ist”. Die 6.000 Flüchtlinge werden von den Soldaten der FOMAC betreut “es handelt sich um Soldaten aus Gabun, die eine ausgezeichnete Arbeit leisten”, so P. Aurelio. “Freiwillige Helfer der Caritas und der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, sorgen für Ordnung, Sicherheit und Hygiene. Unermüdlich ist auch der Generalvikar Pfarrer Mirek. Eine Gruppe von Krankenpflegern haben zusammen mit einem Arzt sogar eine Krankenstation in der alten Kathedrale eingerichtet”.
“Momentan ist es wichtig, dass die Menschen sich wieder sicher fühlen und in die eigenen Stadtviertel zurückkehren. Doch dazu müssen die Behörden Patrouillen in den Vierteln organisieren, damit die Situation ruhig bleibt”, so der Missionar abschließend. (L.M.) (Agenzia Fides 4/11/2013

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