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2013-10-02

ASIEN/INDIEN - Kirche und Menschenrechtsorganisationen fordern Freilassung der in Orissa unschuldig verurteilten Christen

New Delhi (Fidesdienst) – Vertreter der katholischen Kirche und verschiedene Menschenrechtsorganisationen fördern die Freilassung von sieben Christen, die vor zwei Tagen von einem Gericht in Orissa in erster Instanz für den angeblichen Mord an einem hinduistischen Religionsführer verurteilt wurden. Der Mord, zu dem sich maoistische Gruppen bekannten, war der Auslöser für die antichristlichen Massaker, bei denen im Jahr 2008 über 100 Gläubige starben und 600 christliche Dörfer geplündert sowie 5.600 Häuser in Brand gesteckt wurden. Über 54.000 Menschen mussten fliehen.
Der Sekretär der Justitia-et-Pax Kommission der indischen Bischöfe, Pfarrer Charles Irudayam betont: „Wir bekräftigen die Unschuld der sieben Christen. Das Gericht, das das Urteil ausgesprochen hat, verurteilte am Tag danach einen maoistischen Aktivisten für dasselbe Verbrechen: dies entlastet die Christen endgültig. Das Urteil ist ungerecht und ganz offensichtlich falsch. Wir fordern die Freilassung der sieben Unschuldigen, die trotz fehlender Beweise verurteilt wurden“.
„Die Katholische Kirche wird Berufung vor dem Obersten Gericht einlegen“, so der Geistliche, „doch in der Zwischenzeit werden die Inhaftierten, die sich bereits seit fünf Jahren in Haft befinden im Gefängnis bleiben, worunter auch ihre Angehörigen leiden. Wer wird ihre Anwälte bezahlen? Und wer nimmt sich der Familien und Kinder an? Es wird eine angemessene Entschädigung notwendig sein“.
„Das Urteil“, so der Pfarrer Irudayam abschließend, „ist paradox: in Orissa sind Christen immer noch Opfer und gewiss keine Mörder. Viele warten noch auf Gerechtigkeit2.
In einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt erklärt Sajan George vom „Global Council of Indian Christians“: Es ist eine entsetzliche Geschichte im modernen Indien. Sieben Christen haben bereits fünf wertvolle Lebensjahre im Gefängnis verloren, ohne dass es einen gerechten Prozess gab. Tausende anderer Christen, die die brutale Welle der Gewalt überlebt haben, leben immer noch in Angst. Staatsanwälte und Richter haben den Prozess absichtlich verzögert“. (PA) (Fidesdienst, 02/10/2013)

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