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2013-09-30

ASIEN/SÜDKOREA - Erzbischof von Seoul: „Der Besuch von Kardinal Filoni gibt der Kirche in Korea neue Impulse für die eigene Missionstätigkeit“

Seoul (Fidesdienst) – „Wir danken kardinal Filoni für seinen Besuch und das Augenmerk für die katholische Kirche in Korea. Wir fühlen uns durch seine Präsenz geehrt, die wir als göttlichen Segen empfinden“, so Erzbischof Andrew Yeom Soo-jung von Seoul zum Besuch des Präfekten der Kongregation für die Evangelisierung in seinem Land. Der Kardinalpräfekt wird sich vom 30. September bis 6. Oktober im Land aufhalten. Anlass für den Besuch ist das 50jährige Gründungsjubiläum der Diözese Suwon, die Kardinal Filoni am 3. Oktober besuchen wird. Der Kardinal wird morgen zunächst dem Erzbischof und dessen Mitarbeitern begegnen, während am 2. Oktober ein Treffen mit der ganzen Bischofskonferenz auf dem Programm steht. Der Besuch des Präfekten der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, so Erzbischof Soo-jung, „gibt unserer Kirche bei ihrer eigenen Missionstätigkeit neue Impulse.“
„Die Kirche in Korea konnte in der Vergangenheit auf die große Hilfe anderer Kirchen zählen“, so der Erzbischof von Seoul weiter, „Nun ist der Moment gekommen, dass wir als Kirche anderen Kirchen helfen können, insbesondere in Südostasien, woe die Evangelisierungstätigkeit dringend notwendig ist. Ich glaube, dass dies die Sendung ist, die Gott für unserer Diözese und der Kirche in Korea vorgesehen hat.“
Zur Situation der katholischen Kirche in Korea und deren Ursprüngen erklärt der Erzbischof: „Gegenwärtig gibt es in Korea 16 katholische Diözesen mit über 5 Millionen katholischen Gläubigen. Die Erzdiözese Seoul ist eine der größten Diözesen weltweit. Die Kirche in Korea konnte mit dem Segen Gottes so weit kommen… Der Katholizismus kam Anfang des 17. Jahrhunderts in unser Land, nachdem koreanische Diplomaten in China Jesuiten kennen gelernt hatten. Die Ordenspriester schenkten ihnen Bücher zum christlichen Glauben und so begannen koreanische Wissenschaftler mit dem Studium dieser neuen Religion, die sie mit dem Neokonfuzionismus, der in Korea verbreiteten Philosophie, verglichen. So entstanden die ersten katholischen Gemeinden“.
Im Jahr 1824 bat die katholische Kirche in Korea den Papst um die Entsendung von Missionaren nach Korea. „Der Heilige Stuhl versuchte Missionare zu entsenden, doch diese konnten nicht Einreisen, da es zu einer neuen Verfolgungswelle gekommen war. Hunderte Katholiken wurden festgenommen und getötet“, so Erzbischof Yeom Soo-jung. Am 9. September 1831 wurde das Apostolische Vikariat Korea gegründet und der „Gesellschaft der Außenmissionen von Paris“ (MEP) anvertraut, die den Glauben in Korea verbreiten sollte. „Seither konnte die katholische Kirche in Korea mit Unterstützung der Kongregation für die Evangelisierung der Völker wachsen und gedeihen. Der Besuch von kardinal Filoni stellt die Fürsorge des Heiligen Stuhls unter Beweis und eröffnet für uns neue Perspektiven der Evangelisierung“, so der Erzbischof von Seoul abschließend. (PA) (Fidesdienst, 30/09/2013)

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