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2013-09-07

ASIEN/SYRIEN - Melkitischer Patriarch appelliert an Teilnehmer des G20-Gipfels: „Stoppt bewaffnete Gruppen in Syrien und wählt den Weg einer Konferenz in Genf“

Damaskus (Fidesdienst) – Nach dem Übergriff dschihadistischer Gruppen auf Maaloula (vgl. Fidesdienst vom 06/09/2013) appelliert der melkitische Patriarch Gregorios III. Laham an die Teilnehmer des G20-Gipfels: „Unser Schrei wendet sich an das Gewissen der in Russland versammelten Führungskräfte des G20-Gipfels“, heißt es in dem Appell, „die sich in Widersprüchen, Streitigkeiten und Interessenkonflikten verfangen. Wir bitten sie darum, die bewaffneten Gruppen in Syrien zu stoppen und die syrische Regierung und die wahre Opposition nach Genf einzulanden! Anstelle eines militärischen Eingreifens in Syrien sollte man sich für eine Konferenz in Genf entscheiden!“. Der Patriarch fordert dies „im Nahmen des christlichen Glaubens“ und appelliert an die Staats- und Regierungschefs: „Wir sind keine Kriegsherren sondern Friedensstifter!“.
„Dorf um Dorf wird Syrien durch den Kampf bewaffneter Gruppen ohne Identität und Gesicht in Brand gesteckt, die zu terroristischen Handlungen, Morden und Verbrechen bereit sind. Nun ist Maaloula an der Reihe, wo Christen und Muslime in Sicherheit zusammenlebten. In Maaloula kommt es zu Plünderungen, Morden und Massakern. Maaloula ist eine antike syrische Stadt, in der noch die Sprache Jesu Christi gesprochen wird. Es ist ein Ort der Kirchen, Klöster und Heiligtümer:
weshalb wird dieser Ort seit Monaten belagert? Welche Schuld hat das Dorf? Wo bleibt die UNESCO? Wo bleiben die Institutionen? Wo sind die Denker, Intellektuellen, Künstler, Universitäten?“, heißt es in der Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt, die auch an andere Übergriffe auf Christen und christliche Einrichtungen erinnert.
Abschließend fordert der Patriarch deshalb eindringlich „einen gerechten Frieden für Syrien, der auf Aussöhnung gründet“. Am heutigen 7. September wird Gregorios III. Laham einer Gebetswache in der griechisch-katholischen Kathedrale in Damaskus vorstehen. (PA) (Fidesdienst, 07/09/2013)

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