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2013-09-05

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Militärische Strategien an der Grenze zwischen Kongo und Ruanda

Kinshasa (Fidesdienst) – Der Artilleriebeschuss der ruandischen Grenzstadt Gisenyi und Umgebung, könnte für die ruandische Armee ein Vorwand für den offiziellen Vormarsche auf kongolesisches Staatsgebiete sein (vgl. Fidesdienst, 31/08/2013).
Gisenyi befindet sich an der Grenze zur kongolesischen Region Nordkivu, wo die kongolesische Armee mit Unterstützung der Blauhelme der Vereinten Nationen (MONUSCO) die von Ruanda unterstützen Rebellen der M23 bekämpft.
Wie das Netzwerk „Rete Pace per il Congo“ dem Fidesdienst berichtet, macht die ruandische Regierung die kongolesische Armee für die jüngsten Angriffe verantwortlich. Man sei „bereit im Namen der Sicherheit der eigenen Bevölkerung einzugreifen“. „Diese Version wurde von den kongolesischen Militär- und Regierungsbehörden dementiert, nach deren Angaben die Rebellen der M23 für den Angriff auf ruandisches Staatsgebiet verantwortlich sein sollen“, heißt es in dem Bericht. Diese Version bestätigte am 29. August auch der Generalsekretär für Peacekeeping der Vereinten Nationen, Edmond Mulet, in einem Bericht zur Lage in der Demokratischen Republik Kongo.
„Eine solcher Vorwand soll nicht nur die derzeitige Präsenz ruandischer Soldaten an der Seite der M23 und eine weitere offizielle Stationierung ruandischer Truppen rechtfertigen, sondern es könnte auch einen Krieg zwischen der kongolesischen und ruandischen Armee provozieren, womit die MONUSCO de facto einer neuen Situation gegenüberstehen würde, die nicht ihrem Mandat entspricht“, so das Netzwerk „Rete Pace per il Congo“.
„Ziel einer solchen Strategie wäre dann die Blockade der Operationen der Eingreiftruppen der MONUSCO an der Seite der FARDC und deren Rückzug sowie der Rückzug aller Truppen der Vereinten Nationen aus der Demokratischen Republik Kongo“. Dann würden Ruanda die Pforten in den Nordkivu und nicht nur dort offen stehen“, heißt es in dem Bericht abschließend. (LM) (Fidesdienst, 05/09/2013)

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