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2013-09-03

AFRIKA/LIBYEN - Zwei Jahre nach dem Sturz Gaddafis ist die Stabilität im Land noch nicht gewährleistet

Tripolis (Fidesdienst) – Auf dem Flughafen in Tripolis sitzt eine Passagieren fest, die die kranke Mutter auf einem Flug nach Tunis begleiten wollte, die Tochter des ehemaligen Chefs des Geheimdienstes des alten Regimes, Abdullah Senussi, wurde entführt, als sie aus der Haft entlassen wurde, Streiks und Proteste im Erdölsektor, die zur Reduzierung der Erdölausfuhr des Landes führten, Polizisten, die sich ihre Munition auf dem Schwarzmarkt besorgen müssen… Libyen kann zwei Jahre nach dem Sturz Gaddafis die Stabilität des Landes, die Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Aufschwung wäre noch nicht garantieren.
Das Hauptproblem besteht darin, dass sich viele Waffen im Umlauf befinden und dass zahlreiche bewaffnete Milizen im Land aktiv sind (allein in Tripolis waren es Ende 2011 53), die immer noch einen Großteil des Landes kontrollieren. Hinzu kommen dschihadistische Truppen, die aus dem Norden Malis zu Beginn des Jahres nach Libyen flohen. Algerien, Tunesien und Libyen versuchen zwar mit gemeinsamen Kräften dagegen vorzugehen, doch die Tatsache, dass die libyschen Sicherheitskräfte noch nicht ausreichend neu organisiert sind, führt dazu, dass solche Bemühungen nicht immer gelingen. (LM) (Fidesdienst, 03/09/2013)

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