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2013-07-05

ASIEN/IRAN – Die Christen zwischen Hoffnung und Skepsis nach dem Wahlsieg eines gemäßigten Geistlichen

Teheran (Fidesdienst) – Der Sieg des gemäßigten Geistlichen, Hassan Rouhani, bei den jüngsdtgen Präsidentschaftwahlen im Iran erhöht die Hoffnungen und Erwartungen der christlichen Gemeinschaft in der islamischen Republik, wenngleich unter den Gläubigen auch eine gewisse Skepsis herrscht.
In einer dem Fidesdienst übersandten Note erinnert die Organisation „Open Doors“, die die Rechte der Christen und die Religionsfreiheit in der Welt verteidigt, daran dass Rouhani während der Präsidentschaft von Mohammad Khatami einer der Unterhändler bei den Atom-Diskussionen war; er könne sich sicher in Wirtschafts-und Gesellschaftsfragen behaupten, während nationale Sicherheit und Religion weiterhin Pfründe von Khamenei bleiben würden.
Zahlreiche Beobachter sehen in Rouhani den Sieg der Vernunft, der Mäßigung, ein Zeichen für wachsendes Bewusstwerden und den Wunsch den Extremismus zu überwinden. „Wird Rohani einen echten Wechsel herbeiführen?“, fragt sich Open Doors. Die christlichen Minderheiten im Iran, fährt der Bericht der NGO fort, hoffen und beten „für das Wohl der Bevölkerung. Für die Freilassung der Gewissens-Gefangenen, den Trost für die Opfer von politischer Gewalt, für eine Zukunft in Recht, Freiheit, Gleichheit und Wachstum des Iran.“
“Open Doors” erinnert daran, dass die Christen im Iran oft mit Anklage eingesperrt würden, „sie hätten die nationale Sicherheit bedroht“, nur weil sie zum Gebet in ihren Häusern treffen. Die iranischen, Farsi sprechenden Bürger sind per se Muslims; die persischen Christen werden daher als „Abtrünnige“ bezeichnet. Die Behörden gestatten den Christen nicht ihre Riten auf Farsi abzuhalten. Der Iran steht an achter Stelle auf der “World Watch List 2013” von “Open Doors”, die die Christenverfolgungen überall in der Welt beobachtet.
Auch “Amnesty Interntional” hat an den Präsidenten appelliert und ihn gebeten, seine Wahlverssprechen einzuhalten: vermehrte Achtung der Menschenrechte im Iran. Rouhani hatte sich bereit gezeigt eine „Bürgerrechts-Charta“ zu verabschieden, die die Gleichheit aller Bürger ungeachtet von Rasse, Religion und Geschlecht vorsieht, ebenso wie mehr Freiheit für die politischen Parteien und die Minderheiten, die Garantie gerechter Prozesse, Versammlungsfreiheit und R echtsschutz für alle. „Die Wahl von Rouhani – vermerkt Amnesty in einer an den Didesdienst gesandten Note – ist eine Gelegenheit für den Staat die Achtung vor dem Rechtsstaat zu bekräftigen. (PA) (Fidesdienst 5/7/2013)

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