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2013-07-06

AFRIKA/ÄGYPTEN - “Die meisten Ägypter wollen den Frieden und lehnen die Gewalt ab“, sagt eine Geistlicher

Kairo ( Fidesdienst)- Die Lage in Ägypten ist nach wie vor sehr gespannt; bei den Zusammenstößen zwischen den Anhängern des entmachteten Präsidenten, Mohammad Morsi, und seinen Gegnern sind 30 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 1.000 wurden verwundet. „Gestern haben die Anhänger der Muslim-Brüder ihre Angriffe auf die Anti-Morsi-Demonstranten konzentriert; derzeit haben wir aber, keine Nachricht von neuen Angriffen- nach denen der letzten Tage - auf Christen“ berichtet der Fidesagentur P. Rafic Greiche, der Kommunikations-Verantwortliche bei den katholischen Bischöfen Ägyptens. Am 3. Juli hatte eine Extremistengruppe die koptisch-katholische Gemeinde von St. Georg im Dorf Delgia, 60km von Minya entfernt angegriffen (s. Fides 4/7/2013).Die Spannung verstärkte sich mit der Nachricht von der Verhaftung von Morsis Stellvertreter, Khairat el Shater, (er wird der Machiavelli der Muslim-Brüder genannt) und des Salafiten-Führers, Hazem Salah Abu Ismail. Letzterer wurde mit einer Million ägyptischer Pfund in der Tasche verhaftet, die dazu dienen sollten neue Unruhen anzufachen. „Die meisten Ägypter lassen sich jedoch nicht bestechen und lassen sich nicht bestechen, um ihr Land ins Chaos zu stürzen. Bedauerlicherweise gibt es unter den Ärmsten solche die für Geld Gewalt verbreiten oder zu leichter Beute für die extremistische Rhetorik werden“, kommentiert P. Rafic. Der Geistliche zeigt sich jedoch vorsichtig optimistisch, dass Es Ägypten gelingen werde, diese tragischen Momente zu bewältigen. Der größte Teil der Bevölkerung will den Frieden und war nicht zufrieden mit der vorigen Regierung. Selbst einige Salafiten-Bewegungen sind gegen die Gewalt und wollen nicht, dass Ägypten ins Chaos und in den Bürgerkrieg abstürzt“, schließt P. Rafic. (L.M.) ( Fidesdienst 6/7/2013)

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