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2013-07-03

ASIEN/PAKISTAN – Gewalt gegenüber Minderjährigen: der Fall von drei christlichen, gedemütigten Frauen erschüttert das Land

Lahore (Fidesdiesnt) – Ein Fall von Gewalt gegenüber den Christen ist zu einem „politsichen Fall“ geworden. Drei christlicvhe Frauen wurden geschlagen, entkleidet und öffentlich gedemütigt. Dies geschah in einem Dorf in der Nähe von Pattoki, im Distrikt Kasur in der Provinz Punjab. Wie von Fides (s. 10/6/2013) berichtet, handelte sich um einen Racheakt von Muhammad Munir, dem Sohn eines muslimischen Großgrundbesitzers. Er wollte einige christliche Bauernfamilien dafür bestrafen, dass sie mit ihren auf fremdes Land gezogen sind. Einen Monat nach dem Vorfall, der auf den 3. Juni zurückgeht, schafft er nun großes Aufsehen in der pakistanischen Öffentlichkeit -unter Christen wie unter den Muslims – und Kritik an der Regierung der “Pakistan Muslim League-N” (PML-N); das ist die Partei, die sowohl im Punjab als auch auf nationaler Ebene die Regierung stellt. Munir, der Mann, der sich an den Frauen vergangen hat, ist der Sohn von Abdul Rasheed, einem bekannten Freund der PML-N. Darüber hinaus verteidigt auch der PML-N-Abgeordnete in der Nationalversammlung, Rana Ishaq, öffentlich Abdul Rasheed und seinen Sohn.
Fides-Quellen im Punjab zufolge „haben die Opfer Klage gegen die Schuldigen erhoben, dch niemand wurde verhaftet, da sie sehr einflussreich sind“. Abdul Rasheed seinerseits hat einen “First Information Report”gegen die Christen verfasst, als Druckmittel gegen die Familie um sie dazu zu bringen die Klage zurückzuziehen.
In einem dem Fidesdienst zugeschickten Kommunique, verurteilt die “Asian Human Rights Commission” (AHRC) (eine Organisation für die Verteidigung der Menschenrechte) den Vorfall und fordert die Zivil-und Justizbehörden auf Maßnahmen gegen diesen „unmenschlichen Fall“ zu ergreifen.
Die Muslimin Tahira Abdullah, eine bekannte Aktivistin im Bereich der Verteidgung der religiösen Minderheiten, erklärte Fides gegenüber: „Es ist ein schwerwiegendes Ereignis. Für unsere Kultur und Tradition ist das das Schlimmste, was man einer Frau antun kann. Ich selbst würde lieber umgebracht werden, als eine derartige Demütigung und eine so tiefe Verletzung der persönlichen Würde ertragen zu müssen.“
Mit dem Fall der drei Frauen hat sich auch der christliche Rechtsanwalt, Mushtaq Gill, Direktor der Organisation „LEAD“ (“Legal Evangelical Association Development”) befasst, die den Opfern Rechtsbeistand leistet. Gill berichtete dem Fidesdienst, dass er aus diesem Grund schwere Drohungen bis hin zu Mordandrohungen von den Militanten erhalten habe: am 23. Juni wurde er von drei bewaffneten Männern festgehalten und bedroht, während sie in die Luft schossen. Joseph Francis, ein christlicher Pakistani und Begründer der NGO „CLAAS“ (“Center for Legal Aid and Assistence Settlement”) gab Fides gegenüber diesen Kommentar ab: „Es ist für die christlichen Familien sehr schwer Recht zu bekommen, den sie sind arm und eben christlich. (PA) (Fidesdienst 3/7/2013)

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