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2013-05-06

AFRIKA/TANSANIA - „So lange wir keine sicheren Informationen haben, können wir uns zu den Hintergründen des Attentats in Arusha nicht äußern“

Dar es Salaam (Fidesdienst) – „Wir wollen abwarten, bis genauer Informationen vorliegen, bevor wir uns zu den Ereignissen äußern, denn wir befinden uns in einer schwierigen Lage“, so Beobachter aus Kreisen der Ortskirche in Tansania, wo am Sonntag den 5. Mai ein Sprengstoffattentat bei der Einweihung einer katholischen Pfarrei. Bei dem Anschlag starben mindestens zwei Personen, Dutzende wurden verletzt.
An der Zeremonie nahm auch der Apostolische Nuntius in Tansania, Erzbischof Francisco M. Padilla teil, der unversehrt blieb. Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, hält sich Erzbischof Padilla noch in Arusha auf, um sich dort mit den einheimischen Priestern zu beraten.
„Es stimmt, dass es in den vergangenen Monaten immer wieder Episoden der Gewalt mit wahrscheinlich religiösem Hintergrund gab, doch so lange wir keine sicheren Informationen haben, können wir uns dazu nicht äußern“, so der Beobachter. „Im Allgemeinen kann man sagen, dass die lokalen muslimischen Führungskräfte Gewalt ablehnen und dass es sich bei den Attentätern meistens um radikale Gruppen handelt, die aus dem Ausland kommen“. „Zum Abbau der religiösen Spannungen ist ein Treffen zwischen christlichen und muslimischen Religionsführern geplant“, so der Beobachter abschließend.
Die Polizei gab unterdessen die Festnahme von sechs Personen im Zusammenhang mit dem gestrigen Anschlag bekannt, davon vier aus Saudi-Arabien. (LM) (Fidesdienst, 06/05/2013)

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