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2013-04-26

OZEANIEN/PAPUA NEUGUINEA - Erzbischof Douglas Young: „Es gibt bessere Lösungen als die Todesstrafe“

Mount Hagen (Fidesdienst) – Angesichts der weit verbreiteten Gewalt „fordern viele in unserem Land, darunter auch die Staatsanwaltschaft, die Todesstrafe. Doch ist es das, was wir unseren jungen Menschen vermitteln wollen: wenn jemand etwas Böses tut, dann soll man ihn ganz einfach töten?“, so Erzbischof Douglas W. Young (svd) von Mount Hagen in einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt, zur Debatte um die Einführung der Todesstrafe, die derzeit im Land stattfindet. Während es viele Befürworter gibt, fordern die Kirche und zahlreiche Organisationen ein Moratorium und die Abschaffung der Todesstrafe.
„Es ist bereits bekannt“, so der Bischof weiter, „dass die Todesstrafe im Falle von Schwerverbrechen keine abschreckende Wirkung hat. Diejenigen, die diese Verbrechen begehen, glauben nicht, dass sie festgenommen werden und noch weniger, dass man sie verurteilen wird. Abschreckend für die Kriminalität ist nicht das Ausmaß der Strafe, sondern deren Gewissheit. Bei der Debatte um die Todesstrafe macht sich in Papua Neuguinea dieselbe Mentalität der Vergeltung teil, die die eigentliche Ursache des Problems ist“, warnt der Erzbischof.
In den vergangenen Tagen hatte die Ministerin für Entwicklung, Loujaya Tony, daran erinnert dass „Kinder oft dazu erzogen werden, das Probleme durch Gewalt gelöst werden können“. Bischof Young fordert in diesem Sinne Institutionen, Körperschaften und Religionsgemeinschaften auf, „Programme durchzuführen, die Jugendlichen dabei helfen, eine Arbeit, die eigene Identität und Zufriedenheit im Leben zu finden“. Außerdem, „muss man die Polizeibeamte in die Lage versetzen, dass sie Kriminellen auf die Spur kommen und diese festnehmen, so dass Verbrechen strafrechtlich verfolgt werden und eine klare Botschaft vermittelt wird: wer ein Verbrechen begeht, wird bestraft.“ Als Kirche wünschen wir uns „eine Politik, die das Übel der Gewalt tatsächlich bekämpft und nicht zu noch mehr Brutalität in der Bevölkerung führt“, so der Bischof abschließend. (PA) (Fidesdienst, 26/04/2013)

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