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Africa

2003-07-04

AFRIKA/KENIA - NACH ZEHNJÄHRIGER PLANUNG NIMMT DER KATHOLISCHE SENDER „RADIO WAUMINI“ ALS MODERNES INSTRUMENT IM DIENST DES EVANGELIUMS SEINE TÄTIGKEIT AUF

Nairobi (Fidesdienst) – „Damit geht eine 10jährige Zeit der Planung zu Ende und gleichzeitig beginnt ein neues Werk der Evangelisierung“, freut sich der Comboni Missionar, Pater Renato Kizito Sesana, Leiter von Radio Waumini. Am Sonntag, den 6. Juli wird der von ihm geleitete erste katholische Radiosender in Kenia seine Tätigkeit aufnehmen.
„Radio Waumini“, so Pater Kizito, „ist ein Instrument der Evangelisierung und der Förderung der kirchlichen Tätigkeit in Kenia. Gleichzeitig ist es der Sender aller Bürger des Landes, denn er will alle im Land herrschenden Unterschiede vertreten und vor allem gemeinsame Werte fördern, wie zum Beispiel Gerechtigkeit, Frieden, Solidarität, Toleranz, Versöhnung und gegenseitiges Verständnis“. Der Radiosender wird aus der Landeshauptstadt Nairobi senden in einem Umkreis von 150 Kilometern empfangen werden können. In Zukunft sollen die Programme auch in anderen Städten zu hören sein, wie zum Beispiel Kisumu, Nyeri und Mombasa. Auf dem Programm stehen Sendungen in Englisch und Suaheli.
Die Planung für die Einrichtung von Radio Waumini hat viel Zeit in Anspruch genommen: „Während in anderen afrikanischen Ländern katholische Medien bereits seit langem Tradition sind, wurden in Kenia erst vor 15 Jahren erste Initiativen in diesem Bereich ergriffen: es wurde die Produktionsfirma Ukweli Video gegründet und die Zeitschriften Mwananchi, The Seed und New People herausgegeben. Später hat die Erzdiözese Mombasa in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift New People erste Radioprogramme mit kirchlichen Inhalten produziert, die aber von nichtkirchlichen Sendern ausgestrahlt wurden“.
„Die Bischöfe waren sich dieser Situation bewusst“, so Pater Kizito weiter, „und begannen vor rund 10 Jahren die Gründung eines katholischen Radiosenders in Erwägung zu ziehen. 1999 bat mich der damalige Vorsitzende des bischöflichen Medienausschusses, Bischof Rotich im Namen der Bischofskonferenz den Aufbau eines neue katholischen Radiosenders in die Wege zu leiten.“
P Kizito hatte zwar bereits Erfahrung im Medienbereich, doch der Hörfunk war für ihn ein neues Gebiet, weshalb er ganz von vorne beginnen musste: „Ich musste Pläne für den Bau von Gebäuden erstellen, mit dem Bau beginnen, finanzielle Mittel beschaffen und mir über die Inhalte der zukünftigen Programme Gedanken machen. Gott sei Dank wurde ich bei diesem Unterfangen bald von mehreren Mitarbeitern unterstützt. Die Italienische Bischofskonferenz und der italienische Verein „Cuore Amico“ haben mir größtenteils die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt und vom Verband katholischer Radiosender in Italien wurden wir unter technischen Gesichtpunkten unterstützt“.
Die Bauarbeiten für die Studios von Radio Waumini wurden im März 2001 begonnen und noch im September desselben Jahres abgeschlossen. „Seit Ende 2001 waren wir sendebereit, doch die Regierung hatte uns noch keine Lizenz erteilt“, erinnert sich Pater Kizito. Mitte 2002 erhielt der Radiosender schließlich die notwendige Lizenz doch die Sendefrequenzen waren noch nicht festgelegt worden. „Ich habe den Eindruck als ob die Regierung sicher gehen wollte, dass wir nicht vor den Wahlen im Jahr 2002 mit unserer Sendetätigkeit beginnen würden. Im Januar dieses Jahres erhielten wird nun auch die Sendefrequenz und nachdem wir nach Absprache mit Radio Vatikan auch dessen Sendungen zum Teil noch einmal sende dürfen, waren wir in die Endphase der Vorbereitungen eingetreten.“ (LM) (Fidesdienst 4/7/2003 – 44 Zeilen, 511 Worte)

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