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2013-04-10

AFRIKA/MALI - Flüchtlingsrückführung, Überwindung der Lebensmittelknappheit und Minenräumung gehören zu den neuen Herausforderungen des Landes

Bamako (Fidesdienst) – „Die Sicherheitsbedingen haben sich in Bamako und in weiten Teilen des Landes verbessert, doch es besteht weiterhin das Problem der Flüchtlinge und Vertriebenen, die in ihre Heimat zurückgeführt werden müssen“, so der Sekretär der Bischofskonferenz von Mali, Pfarrer Edmond Dembele zum Fidesdienst, während Frankreich erste Soldaten aus dem afrikanischen Land zurückzieht.
„Auch in den Städten, die von Rebellen besetzt waren, haben sich die Sicherheitsbedingungen gebessert und die Menschen kehren langsam zur Normalität zurück“, so der Geistliche. „Obschon einige Vertriebene bereits in den Norden zurückkehren, sind die meisten Flüchtlinge noch im Ausland und Binnenflüchtlinge sind weiterhin in Hilfseinrichtungen untergebracht. Leider waren dort die Hilfen jedoch nicht immer für alle ausreichend“, so Pfarrer Dembele. „Die Kirche unterstützt weiterhin humanitäre Hilfsprogramme. Das Aufnahmezentrum der Diözese Bamako ist immer noch überfüllt. Während der Fastenzeit wurde eine Spendenaktion für die Vertriebenen auf den Weg gebracht.“
Pfarrer Dembele betont aber auch, dass es zwei weitere Probleme gibt, mit denen sich das Land konfrontiert sieht: „Die Zeit von April bis September ist kritisch für die Ernte, vor allem, wenn es nicht viel regnet. Dieses Jahr hat es fast zuviel geregnet, so dass es zu Überschwemmungen kam, die Schäden auf den Feldern verursacht haben. Mali befindet deshalb in einer Lebensmittelkrise und in vielen Regionen sind die Lebensmittel bereits knapp“, so Pfarrer Dembele. Im Norden führten der Krieg und die Flucht eines Teils der Bevölkerung zu einem Stillstand in der Landwirtschaft und heute liegen Minen und andere Sprengsätze auf den Feldern. „Die Ernte beginnt Anfang Mai und wenn die Minen nicht entschärft werden, dann könnte dies schwierig werden“, so Pfarrer Dembele abschließend. (LM) (Fidesdienst, 10/04/2013)

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