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2013-04-08

ASIEN/INDIEN - Bischöfe aus Nordostindien: „Jahr des Glaubens an der Seite der Armen“

Agartala (Fidesdienst) – „Es gibt ein unauflösliches Band zwischen unserem Glauben und den Armen“, so die Bischöfe des indischen Nordostens, der von sozialen Konflikten gemartert ist und vorwiegend von tribalen Völkern belagert wird, mit Blick auf die Option der Kirche für die Armen und Ausgegrenzten. Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, kamen die Bischöfe der Region (mit insgesamt 15 Diözesen) in den vergangenen Tagen zusammen, um mit der Situation der Kirche zu befassen und einen gemeinsamen Hirtenbrief zum Jahr des Glaubens zu verfassen. Mit Bezug auf die von Papst Franziskus zu Beginn seines Pontifikats geäußerte Option für die Armen erklärt der Vorsitzendes des bischöflichen Rates für Nordostindien, Erzbischof Dominic Jala von Shillong: „Das kirchliche Engagement im Bildungs- und Sozialwesen ist Ausdruck unseres Glaubens. Aus diesem Grund wird die Kirche im Nordosten Indiens wie auch in den anderen Teilen des Landes dieses Engagement mit Überzeugung fortsetzen.“ An der Versammlung in Agartala nahmen insgesamt 18 Bischöfe teil, die den eigenen Wunsch nach Zusammenarbeit und Einheit zum Ausdruck brachten, „die der Pastoral- und Evangelisierungsarbeit in Nordostindien zugute kommen wird“.
In ihrem Hirtenbrief zum Jahr des Glaubens wenden sich die Bischöfe an Priester, Ordenleute und Laien und geben Empfehlungen „für ein fruchtbares Jahr des Glaubens“ in einem multiethnischen, multireligiösen und multikulturellen Kontext, wo es immer wieder zu Spannungen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften, sozialen Unruhen und illegaler Zuwanderung kommt und Armut, Unterentwicklung und Korruption weit verbreitet sind. Außerdem erinnern die Bischöfe an den verfall der moralischen Werte und der Familien und den Einfluss von Konsumdenken und Materialismus sowie an die Existenz des Fundamentalismus und die Verbreitung religiöser Sekten. Die Bischöfe regen deshalb „neue und wirkkräftige Modalitäten der Verkündigung des Evangeliums an und empfehlen Wallfahrten, Jugendaktivitäten, das Studium der Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils und ökumenische Initiativen. Ein Teil der Konzilsdokumente und des Katechismus der Katholischen Sprache soll in die lokalen Sprachen übersetzt werden. Außerdem empfehlen die Bischöfe eine dynamische Nutzung der Medien bei der Verkündigung des Evangeliums. Sehr wichtig sie auch, so die Bischöfe abschließend, „die Evangelisierung der Evangelisatoren“. (PA) (Fidesdienst, 08/04/2013)

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