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2013-03-26

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Erzbischof von Bangui: „Wir müssen verhindern, dass die politische Krise zu einer religiösen Krise wird“

Bangui (Fidesdienst) – „Wir befinden uns erneut in einem schwierigen Moment, und die Menschen sind verwirrt“, so Erzbischof Dieudonné Nzapalainga von Bangui in einem Interview mit Radio France International. Die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik wurde von den Rebellen des Seleka-Bündnisses erobert (vgl. Fidesdienst vom 25/03/2013). Der Rebellenanfüher Michel Djotodia löste das Parlament und die Regierung auf und verhängte in der Hauptstadt eine Ausgangssperre von 7 Uhr Abends bis 6 Uhr morgens. In der Stadt kommt es weiterhin zu Plünderungen: „Mein erster Gedanke gilt denjenigen, die das Leben verloren haben“, so Erzbischof Nzapalainga.
Der Erzbischof von Bangui bittet die Führungskräfte der Seleka den Schutz der Bevölkerung und ihres Besitztums als „Priorität“ zu betrachten. „Wir müssen dafür Sorgen, dass die Plünderungen beendet werden und die Führungskräfte sollten die eigene Verantwortung im Hinblick auf Begleitschäden übernehmen“, so der Erzbischof weiter.
„Am Sonntag, den 24. März“, so der Erzbischof mit Bedauern, „wurden Menschen, die zum Beten in die Kathedrale gekommen waren, ausgeraubt. Bewaffnete Männer wollte auch ihre Autos mitnehmen.“ Erzbischof Nzapalainga fragt sich in diesem Zusammenhang, ob es sich dabei um einfache Banditen oder um Einschüchterungsversuche gegenüber Christen handelte. „Es ist die Aufgabe derjenigen, die nun die Macht übernommen haben, schnellst möglich zu reagieren und festzustellen, wer die Täter sind“, betont Erzbischof Nzapalainga, der sich Sorge im Hinblick auf mögliche „religiöse Spannungen“ macht.
„Solche Handlungen müssen rasch gestoppt werden, denn sie könnten bei den Menschen antireligiöse Gefühle hervorrufen oder man könnte denken, dass in dieser Krise Christen als solche Zielscheibe sind“, warn der Erzbischof.
„Es muss dafür gesorgt werden, dass Priester, Pastoren und Iman geschützt werden. Ich spreche für alle. Männer Gottes müssen Schutz erfahren. Diese Krise ist bisher politischer Art; wir dürfen nicht zulassen, dass daraus eine religiöse Krise wird“, so der Erzbischof abschließend. (LM) (Fidesdienst, 26/03/2013)

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