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2013-03-06

ASIEN/LIBANON - Patriarch Rai: Gipfeltreffen zwischen orthodoxen und katholischen Patriarchen des Nahen Ostens in Planung

Tom (Fidesdienst) – „Wir bereiten ein Treffen aller orthodoxen und katholischen Patriarchen des Nahen Ostens vor, mit dem wir die Einheit unter den Christen fördern und uns mit gemeinsamen Problemen und Nöten in dieser schwierigen historischen Phase befassen wollen“, dies erklärt der maronitische Patriarch von Antiochien, Kardinal Bechara Rai, im Gespräch mit dem Fidesdienst. Der Kardinal hält sich derzeit anlässlich des bevorstehenden Konklaves in Rom auf.
Das geplante Treffen der Patriarchen des Nahen Ostens ist eine weitere Initiative vor dem Hintergrund zahlreicher ökumenischer Kontakte, die der maronitische Patriarch, der von Papst Benedikt XVI. beim Konsistorium am 24. November 2012 zum Kardinal kreiert wurde, in den vergangenen Monaten pflegte. Anfang November hatte er an der Amtseinführung des neuen koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros II. teilgenommen. Am 10. Februar nahm er als einziger Patriarch an der Amtseinführung des neuen griechisch-orthodoxen Patriarchen von Antioichien, Johannes X. Yazagi in Damaskus teil. In diesen Tagen hätte er dem Amtsantritt des neuen Erzbischofs von Canterbury, Justin Welby beiwohnen sollen (die Teilnahme musste wegen des Konklaves abgesagt werden). Schon Bald wird er einer Einladung zum Besuch des Berg Athos nachkommen. „Die mögliche Rückkehr zu einer vollen Einheit“, so der Kardinal zum Fidesdienst, „wird auf höchster Ebene erörtert. Unterdessen können wir die Gemeinschaft konkret durch die Verkündigung des Evangeliums und gemeinsame Initiativen auf sozialer, karitativer und kultureller Ebene fördern. Es handelt sich um konkrete Ökumene ohne große Reden. Diese Art von Ökumenismus leben viele Getaufte bereits im Alltag.“
In jüngster Vergangenheit war der maronitische Patriarch auch dem ökumenischen Patriarch von Konstantinopel, Bartolomaios I. und dem orthodoxen Erzbischof von Athen, Hieronymos begegnet. Vom 26. Februar bis 1. März besuchter er vor seiner Reise nach Rom die russische Hauptstadt und den russisch-orthodoxen Patriarchen von Moskau, Kyrill. Während seines Aufenthalts in Moskau hatte er Gelegenheit zu Gesprächen mit Kyrill und dem Motropoliten Hilarion (der die Abteilung für Außenbeziehungen des orthodoxen Patriarchats leitet). Dabei war auch die aktuelle Lage der Christen in Nahen Osten Gegenstand der Gespräche. Kardinal Rai traf in Moskau auch den Präsidenten der Duma, Sergej Naryhkin und dessen Mitarbeiter. Dabei begrüßte er die Bereitschaft zur Förderung der Verhandlungen zwischen Regime und Opposition im syrischen Konflikt. (GV) (Fidesdienst, 06/03/2013)

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