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Asia

2013-02-22

ASIEN/CHINA - Bischof von Zhoucun gestorben: er war für seinen verständnisvollen Umgang mit Jugendlichen bekannt

Zhoucun (Fidesdienst) – Am vergangenen 8. Februar starb im Alter von fast 90 Jahren Bischof Joseph Ma Xuesheng von Zhoucun (Chowtsun) in der chinesischen Provinz Shandong.
Der Bischof wurde am 16. September 1923 in Zouping (Shandong) geboren. Im Alter von 16 Jahren trat er in das Kleine Seminar ein. Danach studierte er Philosophie und Theologie an den Großen Seminaren in Hankou, Macao und Peking. Am 3. April 1957 wurde er zum Priester geweiht. Bis 1966 wechselte er infolge des von der Regierung auf die Kirche ausgeübten Drucks sein Amt als Seelsorger mit der Tätigkeit als Koch ab. Seit dem Jahr 1966 war er mit Beginn der Kulturrevolution bis 1980 dazu gezwungen, als Bauer auf dem Feld zu arbeiten. 1988 wurde er zum Bischofskoadjutor der Diözese Zhoucun geweiht. Seit 1997 leitete er die Diözese als Bischof.
Bischof Ma war vor allem für seinen verständnisvollen Umgang mit Jugendlichen und seine wohl bedachten Entscheidungen bekannt. Die Diözese Zhoucun in der Mitte der Provinz Shandong hat heute rund 18.000 Gläubige. Es gibt 65 Kirchen, etwa 20 Priester und einige Ordensschwestern. Die heutige Situation in der Diözese ist vor allem dem Einsatz und dem Glauben des Bischofs zu verdanken.
Im Jahr 2009 erkrankte der Bischof an einer Zerebralparese. An der Weihe seines Bischofskoadjutors Joseph Yang Yongqiang am 15. November 2010 konnte der Bischof deshalb aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.
Das Requiem für Bischof Ma fand am 18. Februar in der Kirche von Zibo statt. Der Bischof folgte dem wenige Tage zuvor im Alter von 100 Jahren verstorbenen Bischof Liu Jingshan von Yinchuan (Ningxia) in das Haus des Vaters. Die Opfer und Hingabe dieser Generation von Bischöfen werden für die Menschen in China auch künftig Zeichen der Liebe zu Christus sein. (Fidesdienst, 22/02/2013)

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