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Africa

2013-02-13

AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Red Hand Day: „Durch den Bau von Schulen helfen wir Kindersoldaten“

Kinshasa (Fidesdienst) – „Wir haben festgestellt, dass Kinder und Jugendliche, die sich den bewaffneten Gruppen freiwillig anschließen, diejenigen sind, die keine Schule besuchen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass es in Nordkivu mehr Schulen und damit mehr gebildete Jugendliche gibt. Im Unterricht lernen die Schüler auch das friedliche Zusammenleben: wir bilden sie aus, damit sie im Kongo zu Friedensstiftern werden“, so Esperance Nsengimana, die als Lehrerin an einer vom Jesuit Refugee Service (JRS) 2012 gebauten Schule unterrichtet.
Seit 2007 findet am 12. Februar der von der „International Coalition against use of Child Soldiers“ auf den Weg gebrachte „Red Hand Day“ statt. Aus diesem Anlass erinnerte das Büro des Flüchtlingshilfswerks der Jesuiten in der afrikanischen Region der Großen Seen an die Bedeutung der Bildung und des Zugangs zum Bildungswesen im Hinblick auf die Vorbeugung gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten-
Wie die Mitarbeiter des JRS in Nordkivu, wo es infolge der konstanten Unsicherheit 900.000 Binnenflüchtlinge gibt, aus eigener Erfahrung wissen, trägt der Schulbesuch bei Kindern und Jugendlichen auch dazu bei, dass sie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren. Bildung sei auch grundlegend dafür, dass die Erwachsenen von morgen nicht zu den Waffen greifen und dass neue Führungskräfte zum Frieden und zur Entwicklung des Landes beitragen. Doch die weit verbreitete Not hindert viele Familien daran, die eigenen Kinder zur Schule zu schicken. Deshalb sind bieten die von JRS eröffneten Schulen für eine bestimmte Anzahl von Schülern kostenlosen Unterricht an. Allein in der Region Mwaso hat JRS im Jahr 2012 vier Schulen gebaut.
Doch auch die weit verbreitete Gewalt in der Region hindert Kinder am Schulbesuch. Infolge der militärischen Aktionen der Rebellenbewegung M23, die am vergangnen 20. November die Provinzhauptstadt Goma eroberten, konnten mindestens 240.000 Kinder mehrere Wochen lang den Unterricht nicht besuchen. (LM) (Fidesdienst, 13/02/2013)

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