ASIEN/SYRIEN - Erzbischof nach der Zerstörung einer Kirche in Mesopotamien: „Im Krieg gibt es nur Verlierer“

Donnerstag, 31 Januar 2013

Hassakè (Fidesdienst) – In Deir Ezzor einer kleinen Stadt in Mesopotamien, aus der infolge heftiger Gefechte bereits viele Menschen fliehen mussten, wurden nun die syrisch-orthodoxe Kirche Santa Maria und die christliche „Al-Wahda“-Schule zerstört. Dies berichtet der syrisch-orthodoxe Erzbischof Eustathius Matta Roham dem Fidesdienst, der betont: „Dies ist für mich und meine Gemeinde ein trauriger Tag“. Die beiden Gebäude standen im Kreuzfeuer der Gefechte zwischen Regierungseinheiten und Rebellen. Mesopotamien erlebt nach Angaben von Beobachtern einen „langsamen Todeskampf“ und die Zivilbevölkerung zahlt einen hohen Pries dafür. Erzbischof Matta Roham betont gegenüber dem Fidesdienst: „Dieser grausame Krieg ist vor allem ein Krieg gegen unsere Zivilisation. Es ist ein Konflikt, in dem es nur Verlierer gibt. Wenn die Rebellen oder das Regime meinen einer von beiden könnte am Ende gewinnen, dann werden wir uns inmitten von Ruinen wieder finden, in einem Land mit tausenden Waisen, Witwen und Armen und einer Gesellschaft, die durch Feindseligkeiten destabilisiert wird.“ Mit folgenden Fragen wendet sich Erzbischof deshalb an die Konfliktparteien: „Wer wird all das, was mit jahrzehntelanger harter Arbeit geschaffen haben wieder aufbauen? Wie lange wird das dauern? Wer wird die sozialen Beziehungen wieder herstellen?“. In diesem Sinne bittet er Christen in aller Welt um ihr Gebet „damit es in Syrien wieder Frieden gibt“. (PA) (Fidesdienst 31/01/2013)


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