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Asia

2013-01-16

ASIEN/INDIEN - Jahr des Glaubens: Bekämpfung des Menschenhandels ist Priorität in Orissa

Jharsuguda (Fidesdienst) – Im Jahr des Glaubens setzt sich ein Netzwerk verschiedener Ordensgemeinschaften in Orissa, das 2008 Schauplatz anti-christlicher Massaker war, insbesondere für die Bekämpfung des Menschenhandels und Lebensmittelsicherheit ein.
Dem Netzwerk gehören stellvertretend für die katholische Glaubensgemeinschaft unter anderem die Kapuziner, die Steyler Missionare, Klarissinnen und Schwestern vom Heiligen Geist an. Das Team wird koordiniert von P. Nithiya Sagayam (Ofm.Cap) der das Zentrum „Gerechtigkeit und Frieden“ der Kapuziner leitet und Mitarbeiter des Büros für Menschliche Entwicklung der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen (FABC) ist. Wie der Kapuzinerpater gegenüber dem Fidesdienst betont steht die „Option für die Armen“ im Mittelpunkt der Arbeit „in den christlichen Gemeinden in Orissa“ im Jahr des Glaubens.
Bei den Armen handelt es sich insbesondere um Angehörige tribaler Völker, Dalit und Bewohnern von ländlichen Gebieten und Slums. „Zu den modernen Formen der Sklaverei gehört der Menschenhandel, der das soziale Gewebe in Orissa zerstört und die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung des Volkes beeinträchtigt“, heißt es in einer Verlautbarung, die dem Fides vorliegt. Weit verbreitet ist in der Region der Verkauf von Kindern, Prostitution von Minderjährigen, Kinderarbeit, Menschen- und Organhandel. Zur Bekämpfung dieses Verstoßes gegen die Menschenrechte „müssen wir eine Bewegung aufbauen, an der sich Regierungsbeamte, Anwälte, Polizeibeamte, Religionsvertreter, Sozialarbeiter und Lehrer beteiligen“, so P. Nithiya.
Ein Bericht zur Situation soll in den kommenden Monaten zusammen mit einem konkreten Aktionsplan bei den Behörden vorgelegt werden. Die Ordensleute brachten unterdessen bereits Hilfsprogramme und Initiativen der Zusammenarbeit und Bildung auf den Weg, die auch die Lebensmittelsicherheit in der Region garantieren sollen. (PA) (Fidesdienst 16/01/2013)

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