AFRIKA/MALI - Spannungen an der Demarkationslinie zwischen der Armee und den Rebellen im Vorfeld der Verhandlungen in Ouagadougou

Dienstag, 8 Januar 2013

Bamako (Fidesdienst) – Die Spannungen an der Demarkationslinie in der Region um Mopti stehen wahrscheinlich in Verbindung mit den Verhandlungen, die am 10. Januar in Ouagadougou beginnen werden. Dies ist die vorherrschende Meinung in Mali, wie der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Pfarrer Edmond Dembele dem Fidesdienst berichtet.
„Die Armee hat Warnschüsse gegen die Rebellen abgefeuert, die sich der Demarkationslinie zwischen der von der Regierung kontrollierten Zone und den von den Rebellen belagerten Gebieten näherten“, so Pfarrer Dembele, „sowohl die malische Armee als auch die Rebellen scheinen zum Kampf bereit, doch man weiß nicht, ob es tatsächlich zu einem offenen Konflikt kommen wird. Einheimische Beobachter sind der Ansicht, dass beide Seiten im Vorfeld der Verhandlungen in der Hauptstadt von Burkina Faso die eigene Stärke unter Beweis stellen wollen.“
In Ouagadougou werden sich unter der Schirmherrschaft des Präsidenten von Burkina Faso, Blaise Compaoré, Vertreter der Regierung in Mali und der beiden Rebellengruppen, die seit März 2012 den Norden Malis kontrollieren: die Nationale Bewegung für die Befreiung des Azawad und Ansar al-Dine.
„In Bamako sind bisher keine verstärkten Sicherheitsmaßnahmen spürbar“, so der katholische Geistliche. „Es finden jedoch Demonstrationen verschiedener Komponenten der Gesellschaft statt. In der vergangenen Woche, forderten die Studenten die Wiedereröffnung der Universität, wo seit Monaten keine Vorlesungen mehr stattfinden. Eine weitere Kundgebung wurde von politischen Parteien veranstaltet, die die Organisation der nationalen Gespräche fordern, die für Dezember vorgesehen waren und auf einen unbestimmten Termin verschoben wurden“. (LM) (Fidesdienst, 08/01/2013)


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