Africa
2012-12-05
AFRIKA/ DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - JRS nach neuen Masskern in Masisi: „Wir müssen auch diese Region des Nordkivu beschützen“
Kinshasa (Fidesdienst) – Mindestens 28 Menschen kamen bei einem Massakern am 29. November im Verlauf der Gefechte zwischen rivalisierenden bewaffneten Gruppen ums Leben. Dies berichtet das Büro des Flüchtlingshilfswerks der Jesuiten (JRS) in der Region der Großen Seen dem Fidesdienst. Die Region Masisi ist reich an Mineralien und befindet sich im Nordkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. JRS erinnert daran, dass die Ausschreitungen zwischen verschiedenen Rebellen seit August zunehmen und dass an den Konflikten auch Gruppen der kongolesischen Armee beteiligt sind. „Die Folge ist, dass tausende Frauen Kinder und Männer aus ihren Heimatdörfern fliehen mussten. Zudem herrscht unter den Einwohnern der Region ein Klima der Angst und des gegenseitigen Misstrauens zwischen Hunde und Hutu“.
Wie aus Informationen des JRS hervorgeht, griffen Mitglieder der Nyatura-Gruppen, die größtenteils aus Hutu besteht, in der Nacht des 29. November das von Hunde bewohnte Dorf Kihuma an, wo sie Häuser in Brand steckten und auf die Menschen schossen. Fünf Personen wurden ermordet, davon eine in einem Ärztezentrum. Noch am selben Tag, an dem das Attentat in Kihuma stattfand, dem 29. November, regierten die Hunde mit der Ermordung von 11 Hutu in der Umgebung von Buabo, darunter fünf Männer, die wahrscheinlich Mitglieder der Nyatura-Miliz waren. Am Tag danach wurden weiter 12 Menschen bei einem Überfall auf Hutu-Dörfer in Lushebere ermordet. Zahlreiche Häuser wurden in Brand gesteckt und unzählige Menschen flohen aus den Dörfern.
Nach Ansicht des JRS sollten sich deshalb die internationale Staatengemeinschaft, die kongolesischen Behörde, die Friedensmission der Vereinten Nationen im Kongo (MONSUC) und andere politische Entscheidungsträger der Region der Großen Seen mit dem bewaffneten Konflikt in der Region Masisi befassen und den Schutz der lokalen Zivilbevölkerung garantieren. „Wir begrüßen die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung der Gewalt der Rebellen, die am 20. November Goma, der Hauptstadt des Nordkivu, eingenommen und Tausende Menschen zur Flucht gezwungen haben; dieselbe Entschlossenheit ist auch notwendig, damit die Menschen in Masisi, die unter den Folgen der Konflikt leiden, wieder in Frieden und Sicherheit leben können“, so der Leiter des JRS-Büros in der Region der Großen Seen, Isaak Kiyka (sj). (LM) (Fidesdienst, 05/12/2012)
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