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America

2012-12-04

AMERIKA/PARAGUAY - Jahr des Glaubens unter dem Motto „Permanente Mission und Evangelisierung der Familie“: Bischof beklagt Gewalt gegen Indios

Caacupé (Fidesdienst) – Anlässlich der Novene zur Vorbereitung auf das Fest der Virgen de Caacupé, das am 8. Dezember besonders feierlich in der Basilika in Caacupé (rund 30 Kilometer von Assucnion entfernt) mit einer Wallfahrt begangenen wird, an der Gläubige aus dem ganzen Land teilnehmen, wurde am 2. Dezember in Paraguay auch das Jahr des Glaubens offiziell eröffnet. Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, wird das Jahr des Glaubens auf Wunsch der Bischöfe des Landes unter dem Motto „Permanente Mission in Paraguay: Evangelisierung der Familie“ begangen.
Der Feier stand der Apostolische Vikar von Pilcomayo, Bischof Lucio Alfert (omi) vor, der sich insbesondere mit der ernsten Situation der Familien in der von Indios bewohnten Region befasste, für die er als Hirte verantwortlich ist. Im Namen dieser Familien erinnerte er an deren Schwierige Realität, das gewaltsame Vorgehen der Spekulanten und das Problem der Waldrodung in der Region sowie die Verpestung des Ackerlandes mit landwirtschaftlichen Giften. Bischof Alfert betonte dabei, dass dies den Indio-Familien ein normales Leben nicht ermöglichte und sie dazu zwinge ihre Heimat zu verlassen. Viele Indios lebten deshalb bereits in Zelten entlang der Provinzstraßen und sein zum Betteln gezwungen, um das eigene Überleben zu sichern. Bei der Feier am 2. Dezember waren Vertreter verschiedener Indiovölker anwesend, darunter Nivaclé, Guarani Nandéva und Tobas Qom y Maka.
Das Vikariat Pilcomayo befindet sich im Westen Paraguays. Sie hat eine Ausdehnung von 125.000 qkm und rund 84.500 Einwohner, davon 28.000 Eingeborene. Die Region ist infolge der dort herrschenden Umwelt- und Klimabedingungen nur wenig besiedelt: im Sommer herrschen Temperaturen von bis zu 50 Grad, die im Winter bis auf minus sieben Grad sinken. Es leben in der Region verschiedene Indiovölker, darunter Nivaclé, Guaraní, Guaraní Ñandeva, Enenlhet (Toba Maskoy), Enlhet (Lengua), Ayoreo, Sanapaná, Manjui und Angaité. (CE) (Fidesdienst, 04/12/2012)

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