America
2012-11-15
AMERIKA/BOLIVIEN - Bischofskonferenz feiert 50jähriges Jubiläum: „Wir dürfen die Augen vor den ernsten Problemen unseres Landes nicht verschließen“
Cochabamba (Fidesdienst) – Die bolivianischen Bischöfe äußern sich besorgt und betonen, dass sie angesichts der ersten Probleme des Landes nicht schwiegen werden. Dies tun sie in einer Schlussbotschaft zur XCIV. Versammlung der Bolivianischen Bischofskonferenz (CEB), die in den vergangenen Tagen in Cochabamba stattfand (vgl. Fidesdienst vom 05/11/2012).
„Wir dürfen die Augen nicht verschließen und nicht schweigen, wenn es um die schwerwiegenden Probleme geht, die unser Land bedrohen, wie zum Beispiel Korruption, Unsicherheit, Drogenhandel und anhaltende Armut“, so die Bischöfe in dem Dokument, das der Generalsekretär der Bischofskonferenz und Weihbischof von El Alto, Eugenio Scarpellini in Rahmen einer Pressekonferenz vorstellte, an der der neue Vorstand der CEB teilnahm, dem neben Weihbischof Scarpellini auch der Weihbischof von La Paz als Vorsitzender und Bischof Ricardo Centellas von Potosi als stellvertretender Vorsitzender angehören.
In ihrem Dokument erinnern die Bischöfe auch an das 50jährige Gründungsjubiläum der CEB und deren Tätigkeit während der vergangenen fünf Jahrzehnte: „Trotz der eigenen Grenzen versuchte sie die Zeichen der zeit aufmerksam zu verfolgen und durch die eigenen Botschaften an die Katholiken und die Menschen guten Willens die Themen, die das Leben des Landes betreffen zu analysieren und zu beleuchten und dabei Anlass zu Solidarität und Hoffnung zu geben, aber auch, wenn dies erforderlich war prophetische und unbequeme Positionen zu vertreten“, so die Bischöfe.
Im „Licht des Evangeliums“ habe man sich mit sozialen und politischen Problemen befass und „deren ethischen und moralischen Folgen“, wobei es in einigen Fällen „zu negativen Reaktionen oder gar Angriffen seitens der Machtsphäre“ gekommen sei. Die CEB sei in Momenten der sozialen und wirtschaftlichen Krise und bei Naturkatastrophen präsent gewesen und habe versucht, die Hilfsbereitschaft gegenüber Armen und Bedürftigen zu fördern und dabei ungerechte Strukturen der Ausgrenzung in der Gesellschaft angeprangert. (CE) (Fidesdienst, 15/11/2012)
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