ASIEN/SYRIEN - Autobombe vor orthodoxer Kirche im Nordosten Syriens explodiert

Dienstag, 13 November 2012

Hassaké (Fidesdienst) – Eine Autobombe explodierte heute vor der orthodoxen Verkündigungskirche in der Stadt Raqqah im Nordosten Syriens. Dabei sterben zwei Menschen, eine Frau wurde verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um Zivilisten. Wie Beobachter aus Kreisen der christlichen Kirche dem Fidesdienst berichten, beschädigte der Sprengsatz auch das Kirchegebäude. Nach ersten Berichten soll es sich um ein Attentat auf den Gouverneur handeln, der in der Nähe des Attentatsortes unterwegs war.
Raqqah befindet sich in der Provinz Jazirah am nördlichen Ufer des Euphrat im Osten Syriens an der Grenze zur Türkei. Seit einigen Tagen ist die Provinz Schauplatz heftiger Gefechte. Infolge der allgemeinen Unsicherheit und der Präsenz ausländischer Milizionäre, sind die meisten Christen bereits aus der Region geflohen, wie der syrisch-orthodoxe Erzbischof Eustathius Matta Roham von Jazihra und Euphrat dem Fidesdienst berichtet (vgl. Fidesdienst vom 12/11/2012). In der kleinen Grenzstadt Ras al-Ayn an der syrisch-türkischen Grenze hat die Präsenz von ausländischen Kämpfern, die an der Seite der Rebellen kämpfen, die Mitglieder der kleinen christlichen Gemeinde zur Flucht nach Hassaké gezwungen. Doch auch hier ist die Situation „prekär“, wie Augenzeugen aus christlichen Kreisen dem Fidesdienst berichten, die sich um das Schicksal der Zivilbevölkerung sorgen. Dem heutigen Attentat war ein Anschlag auf die evangelische Kirche in Damaskus (vgl. Fidesdienst vom 10/11/2012) und die Explosion eines Sprengsatzes vor der syrisch-orthodoxen Kirche in Deir Ezzor (vgl. Fidesdienst vom 27/10/2012) vorausgegangen. (PA) (Fidesdienst, 13/11/2012)


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