VATIKAN - Straßenseelsorge in Afrika: die Straße ist privilegierter Ort der Evangelisierung und Erziehung

Dienstag, 13 November 2012

Vatikanstadt (Fidesdienst) – Vom 11. bis 15. September fand in Dar-es-Salaam das vom Päpstlichen Rat für Migranten und Menschen unterwegs in Zusammenarbeit mit der Kommission für Migranten der Bischofskonferenz von Tansania organisierte Symposium für Straßenseelsorge in Afrika und Madagaskar statt. Dabei sollten neue Formen der Evangelisierung im Rahmen der Straßenseelsorge insbesondere durch die Nutzung von sozialen Netzwerken und Medien entwickelt werden; in diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung der Arbeit der Ordensschwestern und deren starkes Zeugnis hervorgehoben und es wurden Bildungsprogramme für Männer vorgestellt, die zum Schutz der Würde der Frauen und Mädchen beitragen sollen.
Die Teilnehmer der Veranstaltung fordern nun das Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar, die nationalen Bischofskonferenzen und die afrikanischen Diözesen zur Organisation von Treffen und Konferenzen auf, die die Umsetzung der Rechte der Kinder und der Menschenrechte garantieren solle. Dabei soll bei der Vorbeugung gegen Menschenhandel mit Frauen und Mädchen auch mit anderen Kontinenten zusammengearbeitet werden. Aup0erdem wird eine kirchliche Zusammenarbeit auf ökumenischer und interreligiöser Ebene bei der Betreuung von Opfern und der Ausbildung der „Straßenseelsorger“ angeregt.
In ihren Beschlüssen bekräftigen die Symposiumsteilnehmer, dass „Afrika ein Kontinent ist, auf dem jeden Tag Millionen Menschen, teils freiwillig teils unfreiwillig unterwegs sind und die Straße damit zu einem bevorzugten Ort der Evangelisierung und Erziehung machen“. „Verbrechen und Menschenhandel, schwache Justizsysteme, traditionelle Praktiken, Machismus, sind Grundlage für die Prostitution von Frauen und Mädchen“, während Armut, häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, der Zerfall der Familien und Analphabetismus das Phänomen der Straßenkinder begünstigt, so die Tagungsteilnehmer. Angesichts dieser Realität, sei es die wichtigste und erste Aufgabe der Kirche, das Evangelium zur verkünden, zu erziehen und die Menschen durch die geistliche Erneuerung und menschliche Förderung im Geist der Werte des Evangeliums zu befreien.“ (SL) (Fidesdienst, 13/11/2012)


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