Asia
2012-11-10
ASIEN/PAKISTAN - Über 200 muslimische Schülerinnen besuchen die von Taliban verwüstete katholische Mädchenschule in Swat
Sangota (Fidesdienst) – Die katholische Mädchenschule in Sangtoga im Swat-Tal (Provinz Khyber.Pakhtunkhwa), „wurde vor einigen Monaten wieder eröffnet und hat über 200 Schülerinnen“, dies berichtet die ehemalige Rektorin der Schule, Schwester Riffat Sadiq von den Schwestern von der Darstellung, im Namen der Lehrerinnen dem Fidesdienst. Dabei schildert sie auch die Initiativen, die die katholische Mädchenschule zum „Tag für Malala“ auf den Weg brauchte“.
Die Schule wurde 1963 eröffnet und musste in 2007 auf Initiative der Taliban schließen, die sie 2009 schließlich auch vewüsteten. Im Rahmen einer Kampagne gegen Bildungsprogramme für Mädchen wurden über 400 weitere Schulen geschlossen und 150 zerstört. Im Frühjahr 2012 konnte die Schule der Schwestern von der Darstellung wieder geöffnet werden (vgl. Fidesdienst vom 11/04/2012). Innerhalb weniger Monate waren 200 Schülerinnen angemeldet, doch „wenn wir die noch nicht fertig gestellten Unterrichtsräume restauriert haben werden, werden es noch mehr sein“. Vor der Schließung besuchten rund 1.000 Mädchen die Schule.
„Bei den angemeldeten Schülerinnen handelt es sich fast ausschließlich um Musliminnen, Kinder aus tribalen Völkern und armen Verhältnissen. Die einheimische Bevölkerung freut sich und unterstützt uns bei unserer Tätigkeit. Wir vertrauen auf die göttliche Vorsehung und hoffen, dass es keine weiteren Attentate geben wird. Ich glaube, dass dies ein Zeichen der Hoffnung ist, auch wenn man an die Gesichte von Malala Yusufzei denkt: der Tag, der ihr gewidmet ist, ist für uns Anlass unsere Solidarität und unsere Verbundenheit zu bekunden: wir engagieren uns für dieselben Zeile“, so die Ordensfrau. „Bildung ist für das Wachstum und die Entwicklung eines Landes von grundlegender Bedeutung“, so Schwester Riffat weiter, „auf diese Weise leisten wir einen Beitrag zu unserer Nation“.
Die Ordensschwestern leiten insgesamt neun Schulen in drei Pakistanischen Provinzen (Sindh, Punjab, Khyber-Pakhtunkhwa) und garantieren damit rund 7.000 vorwiegend muslimischen Mädchen den Zugang zur Bildung. (PA) (Fidesdienst, 10/11/2012)
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