ASIEN/PAKISTAN - „Tag für Malala“: neue Alphabetisierungsprogramme für drei Millionen Kinder

Samstag, 10 November 2012

Islamabad (Fidesdienst) – Die pakistanische Regierung, Kirchen und Minderheiten und die Zivilgesellschaft erklären sich am heutigen „Tag für Malala“ solidarisch mit der 15jährigen Menschenrechtskämpferin Malala Yusufzai, auf die Taliban vor einem Monat ein Attentat verübten. Anlässlich der Initiative hat die pakistanische Regierung ein vierjähriges Alphabetisierungsprogramm auf den Weg gebracht, von dem drei Millionen Kinder aus armen Familien profitieren sollen. „Pakistan wird es den Radikalen nicht erlauben, dass sie ihre Pläne durchsetzen können. Malala Yusufzai ist das Gesicht eines gemäßigten, modernen und pluralistischen Pakistan“, so der pakistanische Premierminister Pervez Ashraf, der Malala als „Stimme der Bildung für Mädchen“ bezeichnet.
Der pakistanische Minister für Harmonie, Paul Bhatti, erklärt gegenüber dem Fidesdienst: „Malala wird ein wichtiges Zeichen in der Geschichte Pakistans setzen, dieses Mädchen erhob ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit und Extremismus in der Gesellschaft bereits im Alter von neuen Jahren. Heute ist in der ganzen pakistanischen Gesellschaft ein Bewusstsein von der Dringlichkeit der Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus und der Garantie der Frauenrechte entstanden… Wir hoffen, dass Bildungsprogramme für Mädchen, die auf den Weg gebracht wurden, positive Auswirkungen haben, wobei es auch eine in den Familien verwurzelte Mentalität zu bekämpfen gilt, die dazu führt, dass Mädchen nicht in die Schule geschickt werden“.
„Der Fall Malala und die heutige Aktion“, so Bhatti abschließend, „zeigt, der internationale Gemeinschaft, dass pakistanische Gesellschaft hofft, den Pluralismus zu schützen und die Menschenwürde zu respektieren“. (PA) (Fidesdienst, 10/11/2012)


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