VATIKAN - Papst zum Abschluss der Synode: „Die neue Evangelisierung ist im Wesentlichen verknüpft mit der missio ad gentes“

Montag, 29 Oktober 2012

Vatikanstadt (Fidesdienst) –An die Notwendigkeit der Vorbereitung auf die Taufe, die Firmung und die Eucharistie mit einer geeigneten Katechese und an die Bedeutung der Beichte, des Sakraments der Barmherzigkeit Gottes sei bei der Bischofssynode zur Neuevangelisierung besonders erinnert worden, so Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt zum Abschluss der Bischofssynode mit den Synodalen am Sonntag, den 28. Oktober. Außerdem müsse man „zum Heiligen Geist beten, daß er in der Kirche einen neuen Missionseifer entfache, dessen Protagonisten in besonderer Weise die Seelsorgehelfer und die gläubigen Laien sein sollen“ und den Weg „der kreativen Pastoral einschlagen, um die Menschen zu erreichen, die sich entfernt haben oder auf der Suche nach dem Sinn des Lebens“, so der Papst zu den drei „pastoralen Linien“ , die sich aus der Synode ergeben haben.
Zunächst kommentierte der Papst das Evangelium des Tages und die Heilung des blinden Bartimäus, und betonte sodann „Die neue Evangelisierung betrifft das gesamte Leben der Kirche. Sie geht in erster Linie die gewöhnliche Seelsorge an, die mehr vom Feuer des Heiligen Geistes belebt sein muß, um die Herzen der Gläubigen zu entzünden, die sich regelmäßig in der Gemeinde zusammenfinden und sich am Tag des Herrn versammeln, um sich vom Wort Gottes und vom Brot ewigen Lebens zu ernähren.“, so der Papst.
„Die neue Evangelisierung im Wesentlichen verknüpft mit der missio ad gentes“, so Papst Benedikt XVI. weiter, „Die Kirche hat die Aufgabe zu evangelisieren, die Heilsbotschaft den Menschen zu verkünden, die Jesus Christus noch nicht kennen. Auch im Laufe der Überlegungen der Synode wurde unterstrichen, daß es in Afrika, Asien und Ozeanien viele Gegenden gibt, deren Bewohner die Erstverkündigung des Evangeliums sehnlich erwarten, manchmal ohne sich dessen voll bewusst zu sein. Darum muß man zum Heiligen Geist beten, daß er in der Kirche einen neuen Missionseifer entfache, dessen Protagonisten in besonderer Weise die Seelsorgehelfer und die gläubigen Laien sein sollen. Die Globalisierung hat eine beachtliche Bevölkerungsverschiebung verursacht; so wird die Erstverkündigung auch in den Ländern alter christlicher Tradition notwendig. Alle Menschen haben das Recht, Jesus Christus und sein Evangelium kennenzulernen; dem entsprechend haben die Christen, alle Christen – Priester, Ordensleute und Laien – die Pflicht, die Frohe Botschaft zu verkünden.“
Getauften, die jedoch in ihrer Lebensweise den Ansprüchen der Taufe nicht gerecht werden gebe es in allen Kontinenten, so der Papst weiter, „besonders in den am stärksten säkularisierten Ländern. Die Kirche widmet ihnen besondere Aufmerksamkeit, damit sie Jesus Christus erneut begegnen, die Freude des Glaubens wiederentdecken und zur Ausübung der Religion in der Gemeinschaft der Gläubigen zurückkehren. Außer den nach wie vor wertvollen traditionellen pastoralen Methoden versucht die Kirche ebenso neue Methoden anzuwenden, indem sie sich auch neuer Ausdrucksweisen bedient, die den verschiedenen Kulturen der Welt angepaßt sind, und die Wahrheit Christi im Dialog und in einer Atmosphäre der Freundschaft anbietet, die in Gott, der die Liebe ist, ihr Fundament hat. In verschiedenen Teilen der Welt hat die Kirche diesen Weg der kreativen Pastoral bereits eingeschlagen, um die Menschen zu erreichen, die sich entfernt haben oder auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, nach Glück und letztlich nach Gott sind. Wir erinnern an einige wichtige Stadtmissionen, an den „Vorhof der Völker", an die Kontinentalmission usw.“ (SL) (Fidesdienst, 29/10/2012)


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