AMERIKA/KOLUMBIEN - Gespräche zwischen Regierung und FARC beginnen hinter verschlossenen Türen

Donnerstag, 18 Oktober 2012

Oslo (Fidesdienst) – Wie die kolumbianische Regierung und die Rebellen der FARC in einer gemeinsamen Verlautbarung mitteilen beginnen die Friedensgespräche in Oslo (Norwegen) mit etwas Verspätung, da die Regierungsdelegation infolge der ungünstigen Witterungsverhältnisse nicht zum vorgesehenen Termin aus Kolumbien abreisen konnte. Die Gespräche sollten bereits am 16. Oktober beginnen und konnten jedoch erst am 17. Oktober eröffnet werden. Die Gespräche finden hinter verschlossenen Türen statt. Bei der ersten Verhandlungsrunde sollen vor allem die wichtigsten Tagesordnungspunkte festgelegt werden. Eine weitere Verhandlungsrunde ist in Havanna (Kuba) geplant.
Norwegen war von Anfang an den Verhandlungen beteiligt und bot sich deshalb als Gastland für die erste Verhandlungsrunde an. Gemeinsam mit Kuba wird das Land damit zum Garanten der Friedensgespräche, die einen seit 50 Jahren andauernden blutigen Konflikt beenden sollen. Vertreter aus Chile und Venezuela nehmen als Gäste an den Verhandlungen teil.
Kernpunkte der Verhandlungen sind nach Ansicht der internationalen Presse: die Frage der Landverteilung und die ländliche Entwicklung, politische Zukunft der Rebellenbewegung, das Beilegen des Konflikts, Drogenhandel, Entschädigung der Opfer. Die katholische Kirche in Kolumbien bittet unterdessen die Gläubigen und alle Menschen guten Willens um das Gebet für den positiven Ausgang des Dialogs (vgl. Fidesdienst, 12/10/2012). (CE) (Fidesdienst, 18/10/2012)


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