AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Im Nordkivu unterdrückt eine neue Rebellengruppe die Zivilbevölkerung

Mittwoch, 17 Oktober 2012

Kinshasa (Fidesdienst) – Im Nordkivu (im Osten der Demokratischen Republik) ist eine neue Rebellengruppe entstanden, die ihr Unwesen unter der Zivilbevölkerung treibt. Dies teilen Beobachter aus missionarischen Kreisen dem Fidesdienst mit. „Als Antwort auf die Gruppe M23 (der Deserteure der kongolesischen Armee angehören, die von Ruanda unterstützt werden. Anm.d.R.) ist nun eine neue Rebellengruppe entstanden, die sich M26 nennt“, so der Beobachter zum Fidesdienst. „Die Mitglieder behaupten, dass sie die einheimische Bevölkerung schützen wollen, wobei sie jedoch eine Schutzsteuer in Höhe von 1.200 kongolesischen Francs im Monat verlangt, bzw. auferlegt. Wer nicht bezahlt, der wird als Feind betrachtet und muss erpresserische Methoden befürchten. Alle sehen sich deshalb gezwungen, diese Steuer zu zahlen“, so der Beobachter weiter, der hinzufügt: „Es ist dasselbe Schema, das bereits die Rebellen der FDLR anwenden, die die Menschen zur Zwangsarbeit anhalten. Wir sich weigert, muss eine Strafe zahlen“.
Dieser Bericht ist ein weiterer Beweis für den bereits mehrmals von den Vereinten Nationen in ihren Berichten angeprangerten Ausbeutungskrieg in der Region, wo immer wieder neue bewaffnete Gruppen auftauchen, die sich auch in verschiedenen Bündnissen zusammenschließen. Auszüge aus einem in wenigen Tagen erscheinenden neuen UN-Bericht veröffentlicht vorab die Agentur Reuters: darin wird darauf hingewiesen, dass Ungand und Ruanda an dem illegalen Handel mit Mineralien aus dem Kongo beteiligt sind. (LM) (Fidesdienst, 17/10/2012)


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