AMERIKA/BRASILIEN - Kirche fordert gewaltfreie Wahlen: „Kandidaten sind zwar Konkurrenten, aber keine Feinde“

Samstag, 29 September 2012

Brasilia (Fidesdienst) – Die bevorstehenden Kommunalwahlen am 7. Oktober bezeichnen die katholischen Bischöfe des Landes als „Gelegenheit zur Stärkung der brasilianischen Demokratie“. In vielen Gemeinden des Landes kam es während der Wahlkampagne zu Episoden der Gewalt. Dies sein nicht akzeptabel, denn „Kandidaten sind zwar Konkurrenten, aber keine Feinde“, wie die Bischöfe, die sich vom 25. bis 27. September bei der Tagung des Bischofsrates in Brasilia versammelten, in einer gemeinsamen Verlautbarung betonen.
Die Bischöfe würdigen in ihrer Verlautbarung das Gesetz zur Bekämpfung des Verkaufs von Stimmen (vgl. Fidesdienst vom 17/02/3012, 24/09/2011, 30/10/2012) und dessen bereits spürbaren Auswirkungen fordern aber gleichsam vom einzelnen Wähler ein eigenes „Wahlbewusstsein“ bei der Stimmabgabe und bei der weiteren Umsetzung des Gesetzes.
In ihrem gemeinsamen Dokument beklagen die Bischöfe Spaltungen, die durch Hass und Rachegefühle hervorgerufen werden. „Dies widerspricht dem Gebot der Nächstenliebe und dem Prinzip der Versöhnung und beleidigt die Menschenwürde. Außerdem verstößt es gegen die grundlegenden Normen des zivilen Zusammenlebens, die jedes politische Handeln kennzeichnen sollten“, so die Bischöfe wörtlich. In insgesamt 5.465 brasilianischen Städten finden am 7. Oktober Kommunalwahlen statt. (CE) (Fidesdienst, 29/09/2012)


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