ASIEN/SYRIEN - Rableh: Zahl der Geiseln steigt auf 280 an

Dienstag, 25 September 2012

Homs (Fidesdienst) – Weitere 130 Zivilisten wurden heute aus dem Dorf Rableh im Westen Syriens verschleppt, während bereits gestern 150 Personen aus der Umgebung des Dorfes verschwanden (vgl. Fidesdienst vom 25/09/2012). Damit steigt die Zahl der Geiseln auf insgesamt 280 an. Wie einheimische Beobachter dem Fidesdienst berichten, sollen sich die Geiseln derzeit in einer Schule in der Nähe von Gousseh aufhalten. Die verschleppten Frauen sollen in der Zwischenzeit freigelassen worden sein. Die bewaffneten Entführer gaben bekannt, dass Verhandlungen über die Zahlung eines eventuellen Lösegelds auf den Weg gebracht werden sollen.
Unter den Christen in der Gemeinde Rableh macht sich unterdessen Angst breit, nachdem gestern drei Christen, die in den vergangenen Tagen aus Aid Naya verschwunden waren, tot aufgefunden wurden. Wie ein einheimischer Priester dem Fidesdienst berichtet, „handelt es sich nicht um Verfolgung, sondern ein Manöver, das zur Verbreitung und Misstrauen und damit zu einem Konfessionskrieg führen soll“. Der örtliche Ausschuss der „Mussalaha“-Bewegung versucht unterdessen einen friedlichen Dialog auf den Weg zu bringen. Doch „es agieren hier nicht identifizierbare und unkontrollierte bewaffnete Banden, die unabhängig von der Syrischen Befreiungsarmee (Free Syrian Army) vorgehen. Dies macht Verhandlungen schwierig“. Wie einheimische Quellen dem Fidesdienst berichten, sind derzeit in Syrien rund 2.000 bewaffnete Gruppen aktiv, die nicht zur Syrischen Befreiungsarmee gehören. (PA) (Fidesdienst, 25/09/2012)


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