AMERIKA/MEXIKO - Auch die Kirche ist Zielscheibe der Gewalt: katholischer Priester tot aufgefunden

Dienstag, 25 September 2012

Los Mochis (Fidesdienst) - Viele katholische Gläubige erwiesen am vergangenen 23. September im Dekanat Sinaloa dem Priester Teodoro Mariscal Rivas die letzte Ehre. Er war in seiner Wohnung im Stadtviertel Santa Fe tot aufgefunden worden. Der 45jährige Priester wurde in Tala (Jalisco) geboren und betreute als Seelsoger die Kirche Santa Cecilia in der Pfarrei Santo Nino de la Salud im mexikanischen Distrikt Mochicahui. Der ermordete Priester wurde in seiner Heimat Jalisco beigesetzt.
Wie aus ersten polizeilichen Ermittlungen hervorgeht, wurde Pfarrer Rivas am morgen des 20. September in seiner Wohnung tot aufgefunden. Er war an Händen und Füssen gefesselt und hatte eine Plastiktüte über dem Kopf. Der Mord wurde wahrscheinlich zwischen dem 18. und 19. September begangen. Neben anderen Wertgegenständen ist auch das Auto des Priesters unauffindbar.
Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, hatte bei dem Requiem der Generalvikar der Diözese, Msgr. Juan Ruiz den Vorsitz. In seiner Ansprache bat er die Behörden um eine rasche Aufklärung des Mordes an Pfarrer Rivas. „Wir müssen für unsere Priester beten und dafür, dass Gott auch diejenigen zur Reue führt, die unschuldigen Menschen das Leben nehmen, sie werden von Gott zur Rechenschaft gezogen werden“, so der Generalvikar weiter.
Der Sprecher der Diözese Culiacan, Pfarrer Esteban Robles, betonte dass dieser Vorfall die wachsende Gewalt in dem Staat widerspiegelt. „Diese Tat ist verwerflich, nicht nur weil es sich um einen Priester handelt, sondern weil eine Person in ihrer eigenen Wohnung ermordet wurde. Unsere Bürger sind nicht einmal mehr im eigenen Zuhause sicher“, so Pfarrer Robles, der darauf hinwies, dass „die Kirche Teil der Gesellschaft ist und deshalb ebenfalls Zielscheibe krimineller Handlungen wird, wobei ihre einzige Sendung das Streben nach dem Wohl und dem Frieden der Menschen und deren Hinführung zu Gott ist“. Auch auf die Kathedrale in Culiacan wurden bereits vandalische Anschläge verübt (vgl. Fidesdienst vom 05/05/2012). (CE) (Fidesdienst, 25/09/2012)


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