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America

2012-09-10

AMERIKA/HAITI - Jesuit Refugee Service: Regierung soll eine aktive Rolle beim Wiederaufbau übernehmen und die internationale Staatengemeinschaft muss ihre Versprechen einhalten

Port au Prince (Fidesdienst) – Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst für die Karibik fordert von der Regierung in Haiti und der haitianischen Gesellschaft mehr Engagement für den Wiederaufbau des Landes. Gleichsam appelliert das Flüchtlingshilfswerk an die internationale Staatengemeinschaft mit der Bitte um Einhaltung der eigenen Versprechungen. Seit dem Erdbeben des Jahre 2010 haben sich die Lebensbedingungen der Menschen zunehmend verschlechtert. Die Mitarbeiter des Jesuit Refugee Service (JRS) äußern ihre Forderungen in einem Dokument, das am Rande einer Versammlung veröffentlicht wurde, die vom 4. bis 6. September in Caballeros (Dominikanische Republik) stattfand. An der Sitzung nahmen Vertreter aus Haiti, der Dominikanischen Republik, Puerto Rico, Venezuela, den Vereinigten Staaten und Kanada teil.
In dem Dokument, das dem Fidesdienst vorliegt, weisen die JRS-Delegierten darauf hin, dass es in der ganzen Region vielfältige Migrationsbewegungen gibt, wie zum Beispiel in Haiti, Kolumbien und den mittelamerikanischen Ländern, oder die Auswanderung aus der Dominikanischen Republik nach Puerto Rico oder aus Kuba nach Ecuador. „Am schlimmsten ist die Situation in Haiti, wo die Schwäche des Staates und das Ausbleiben internationaler Hilfen nach dem Erdbeben, zu einer Zuspitzung der Lage geführt haben. Deshalb appellieren wir an die Regierung und die Bevölkerung des Landes mit der Bitte um aktives Handeln und Engagement beim Wiederaufbau. Gleichsam muss die internationale Staatengemeinschaft die eigenen Versprechen gegenüber Haiti einhalten“.
Abschließend fordert das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten eine Globalisierung der Hilfsbereitschaft und eine Zusammenarbeit aller internationalen Organismen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Migrationspolitik und im Hinblick auf gerechte Zuwanderungsgesetze. Der Jesuit Refugee Service hat Niederlassungen in 19 Ländern in Lateinamerika und hilft Migranten und Randgruppen auf dem ganzen Kontinent. (CE) (Fidesdienst, 10/09/2012)

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