AFRIKA/MALI - Militärisches Eingreifen der CEDEAO-Einheiten umstritten

Freitag, 7 September 2012

Bamako (Fidesdienst) – „Es wird noch einige Zeit vergehen, bis ein militärisches Eingreifen mit Untestützung der CEDEAO-Einheiten im Norden Malis auf den Weg gebracht werden kann“, so der Generalsekretär der Bischofskonferenz von mali, Pfarrer Edmond Dembele, zum Fidesdienst. Der Interims-Präsident, Dioncounda Traoré, hatte die Wirtschaftsgemeinschaft der Westafrikanischen Staaten (CEDEAO) um die Entsendung von Einheiten gebeten, die die einheimischen Streitkräfte bei der Rückeroberung der nördlichen Landesteile unterstützen sollen, die seit Monaten von Rebellen besetzt werden. Unterdessen waren bereits Zweifel an den Zielen und Befugnissen eines solchen militärischen Eingreifens laut geworden (vgl. Fidesdienst, 05/09/2012).
„Die Ablehnung durch die einheimischen Militärs, führte dazu, dass die CEDEAO nur um logistische Unterstützung der Armee des Landes gebetn wurde. Eine ausländische Militärpräsenz zum Schutz der staatlichen Institutionen kommt nicht in Frage. Die ausländischen Soldaten sollen nach Ansicht die Operationen im Nord unterstützen, wobei die einheimischen Streitkräfte das Kommando führen“, so Pfarrer Dembele.
Bei den Verhandlungen zwischen zivilen und militärischen Behörden in Bamako und Verterter der CEDEAO im Hinblick auf die Entsendung von Truppen dieser Organisation in das Land wird auch über die Waffenlieferungen diskutiert, die in den Häfen in Guinea und Senegal beschlagnahmt wurden. „Es handelt sich um Waffen, deren kauf der ehemalige Präsident Amadou Toumani Touré auf den Weg gebracht hatte, der bei dem Staatsstreich der Militärs im März dieses Jahres gestürzt wurde. Diese Waffen liegen seit Monaten in den Häfen der beiden afrikansichen Ländern, die ebenfalls zur CEDEAO gehören“, so Dembele. Die malischen militära behaupten, dass diese waffen unbedingt notwendig sind, um eine militärische Operation im Norden auf den Weg bringen zu können- Man fragt sich, ob die Bleschlagnahme dieser Waffenlieferungen eine Art Druckausübung seitens der CEDEAO ist, damit die Behörden in Bamako ein militärische Eingreifen der eigenen Truppen akzeptieren. Doch dies ist nur eine Vermutung, die nicht bestätigt wurde. Gdoch auch diee Frage ist Teil der Verhandlungen über die Grundlagen für ein mögliches Eingreifen. Die Ankunft von Soldaten aus verschiedenen afrikanischen Ländern steht also kurzfristig noch nicht bevor, doch es werden die Voraussetzungen dafür geschaffen“, so Pfarrer Dembele. (LM) (Fidesdienst, 07/09/2012)


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