AMERIKA/GUATEMALA - Alphabetisierung als Garantie für den Frieden: 64% der Analphabeten sind Frauen und Kinder

Donnerstag, 6 September 2012

Guatemala City (Fidesdienst) – „Alphabetisierung und Frieden“ lautet das Thema des diesjährigen Tages der Alphabetisierung. Im Mittelpunkt stehen die Verbindungen zischen instabilen politischen Systemen, Konflikten und Bildungsgrad der Bevölkerung. In diesem Bereich war auch der Sender „Radio Tezultan“ in Guatemala tätig, der in den ersten Jahren nach seiner Gründung von Prälat Juan Gerardi geleitet wurde, der am 26. April 1998 ermordet wurde. Der Sender ist mit dem Büro für Soziales der Diözese Las Verapaces assoziiert und setzt sich seit jeher für die Rechte von Indios und deren Förderung ein. Mit seinen Programmen will der Sender vor allem Frauen, Jugendliche und Kinder in ländlichen Gebieten ansprechen, die oft keinen Zugang zu staatlichen Bildungssystemen und kommerziellen Kommunikationsmitteln haben. Die Sendungen werden in den Verwaltungsbezirken Alta y Aja Verapaz im Norden von Guatemala ausgestrahlt, wo 50% der Einwohner, bei denen es sich vorwiegend um Indios handelt, in extremer Armut leben. Der Anteil der Analphabeten liegt hier bei 60%. Gesellschaftliche Ausgrenzung und Chancenlosigkeit begünstigen hier die Verbreitung des Drogenhandels mit allen negativen Folgen.
Obschon der Anteil der Analphabeten in den vergangenen Jahren zurückging, gibt es weltweit immer noch 793 Millionen Analphabeten, davon 64% Frauen und Mädchen, die weder lesen noch schreiben können. (AP) (Fidesdienst, 06/09/2012)


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