AMERIKA/PERU - Bischof Bambaren: „Wir müssen die Gewalt beenden und den Dialog fördern“

Mittwoch, 4 Juli 2012

Cajamarca (Fidesdienst) – Der ehemalige Vorsitzende der Bischofskonferenz von Peru und emeritierte Bischof von Chimbote, Luis Bambaren, bedauert die jüngste Zunahme der Gewalt in der Provinz Celedin in der Region Cajamarca (im Norden von Peru), wo es am gestrigen 3. Juli im Zusammenhang mit Demonstrationen gegen das Bergwerksprojekt Conga zu Ausschreitungen kam, bei denen mindestens drei Menschen starben.
In seiner Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt, erklärt Bischof Bambaren, dass sowohl die Zentralregierung als auch die Bürgerbewegungen, die gegen das Bergwerksprojekt demonstrieren, auf das Angebot der Bischofskonferenz im Hinblick auf Mittlertätigkeit von P. Gaston Garatea eingehen sollten. Der Bischof erinnert daran, dass P. Garatea über umfangreiche Erfahrung verfügt und bei den Bewohnern der Anden großes Ansehen genießt, weshalb er seiner Ansicht nach geeignet wäre, neue Wege für die Entwicklung der Andenregion aufzuzeigen. „Der Dialog ist der einzige Weg zur Überwindung der Meinungsverschiedenheiten in diesem Schwierigen Moment“, so der Bischof, der eine sofortige Beendigung der Gewalt fordert.
Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, wurden am gestrigen 3. Juli bei Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei in Celendin mindestens 3 Menschen getötet und 20 verletzt. Die Demonstranten protestierten gegen das US-amerikanische Bergwerksprojekt Conga, in dessen Rahmen die Eröffnung mehrere Minen in der Region Cajamarca geplant wird. Gegen das Projekt, das Investitionen in Höhe von 5.000 Millionen Dollar vorsieht, demonstrieren die einheimischen seit mehreren Monaten (vgl. Fidesdienst vom 06/12/2012). Nach Zunahme der Gewaltbereitschaft im Zusammenhang mit der gestrigen Demonstration, verhängte die Regierung den Notstand für die Region Cajamarca und veranlasste die Entsendung von Soldaten, die die Ordnung in Celendin wieder herstellen sollen. (CE) (Fidesdienst, 04/07/2012)


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