AFRIKA/KENIA - Bischöfe: „Es handelt sich nicht um einen Religionskrieg, aber die Anschläge auf Kirchen beunruhigen uns“

Dienstag, 3 Juli 2012

Nairobi (Fidesdienst) – „Wir sind zutiefst besorgt im Hinblick auf die tödlichen Anschläge gegen unschuldige Bürger unseres Landes in der Africa Inland Chruch und in der katholischen Kathedrale von Garissa“, so die Bischöfe von Kenia in einer vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz und Erzbischof von Nairobi, Kardinal John Njue, unterzeichneten Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt.
Am Sonntag, den 1. Juli, verübten bewaffnete Männer, die vermutlich mit den somalischen Shabaab-Milizen in Verbindung stehen, Anschläge auf die katholische Kathedrale in Garissa und die evangelische Africa Inland Church, bei denen 17 Menschen starben und rund 50 verletzt wurden.
„Diese ungerechtfertigten gewaltsamen Handlungen gegen kenianische Staatsbürger, darunter auch Frauen und Kinder, führen nicht nur zum Verlust unschuldiger Menschenleben, sondern sie provozieren auch ein Gefühl der Unsicherheit unter Christen und allen Kenianern, die sich Frieden wünschen“, heißt es in der Verlautbarung.
„Wir möchten betonen, dass wir davon überzeugt sind, dass es sich nicht um einen Religionskrieg handelt, doch es beunruhigt uns, dass die Anschläge sich gegen christliche Kirchen richten. Als Bischofskonferenz von Kenia, bitten wir alle Kenianer, sich für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen“.
In ihrer Verlautbarung bitten die Bischöfe um Zusammenarbeit mit der Polizei mit dem Ziel der Beendigung von Gewalt und Terrorismus. Abschließend erinnern die Bischöfe die Regierenden an die eigene Verantwortlichkeit im Hinblick auf sorgfältige Ermittlungen und Maßnahmen zur Garantie der Sicherheit des Landes. (LM) (Fidesdienst, 03/07/2012)


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