AMERIKA/KOLUMBIEN - Justizreform: Bischöfe sind enttäuscht

Mittwoch, 27 Juni 2012

Bogotà (Fidesdienst) – Das bischöfliche Büro für Beziehungen zum Staat der kolumbianischen Bischofskonferenz beurteilt die im Land auf den Weg gebrachte Justizreform negativ.
„Die Bischöfe haben die Vertreter der öffentlichen Ämter wiederholt aufgerufen ein Klima des Dialogs zu begünstigen, damit eine Übereinstimmung im Hinblick auf die Justizreform hergestellt werden kann“, so der beigeordnete Sekretär der Bischofskonferenz P. Pedro Mercato Cepeda, der für die Beziehungen zum Staat zuständig ist. „Hauptziel der Reform muss es sein, ein wirksames und rasches Funktionieren der Justiz zu garantieren, die in der Lage ist die Rechte und Interessen aller Bürger zu schützen, insbesondere der Armen und Benachteiligten“.
Die kolumbianischen Bischöfe beklagen, dass der vom Kongress gebilligte Text zur Justizreform sich nicht mit Themen befasst, die zum wahren Wohlergehen im Interesse der Bevölkerung beitragen und bedauern, dass es zu verschiedenen Themen keine Übereinstimmung der verschiedenen politischen Ämter gibt. Außerdem trage diese Reform nicht zu einem rascheren und wirksameren Funktionieren der Justiz bei, was das eigentliche Ziel der Reform sein sollte.
Abschließend fordern die Bischöfe von den politischen Verantwortlichen deshalb mehr politisches Verantwortungsbewusstsein, entschlosseneres politisches Handeln und Respekt für die Verfassung des Landes. „Die jüngsten Ereignisse sollten der Öffentlichkeit bewusst machen, dass größeres Mitwirken der Bevölkerung an staatlichen Entscheidungsprozessen notwendig ist“, heißt es in der Erklärung der Bischöfe abschließend. (CE) (Fidesdienst, 27/06/2012)


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